Kita „Wichtelhausen“ in Kossebau beteiligt sich zum dritten Mal an Hilfsaktion

Plüschtiere und viel Süßes für rumänische Kinder

Die Mädchen und Jungen der Kossebauer Kindertagesstätte „Wichtelhausen“ teilen gern mit anderen. Gemeinsam wurden dieser Tage Tüten mit Plüschtieren und Süßwaren gepackt, die am morgigen Freitag auf die Reise nach Rumänien gehen. Foto: Westermann

Kossebau. Seit über zwei Jahrzehnten engagiert sich Janett Preuß aus Heiligenfelde für die Rumänienhilfe. Sie ist ehrenamtliches Mitglied bei der Johanniter-Hilfsgemeinschaft Magdeburg.

Am morgigen Freitag wird sie erneut in das rund 2000 Kilometer entfernte Kloster Varatic aufbrechen, das sie am Sonnabendabend erreichen möchte. In den von den Johannitern und dem Diakoniewerk Osterburg bereitgestellten Fahrzeugen befinden sich diverse Hilfsgüter. So zum Beispiel eine Tonne Zucker, Möbel und Material für eine Arztpraxis, verschiedene Dinge für die in 2006 von den Rumänienhelfern aufgebaute Bäckerei, die mit zehn Arbeitskräften von den Nonnen des Klosters betrieben wird, und Möbel für das Kloster in Varatic. Hinzu kommen Waschpulver, Körperpflegemittel, Lebensmittelpakete, viele schwarze Stoffe für die Nonnen und diverse Süßwaren für das Weihnachtsfest. Letztere werden von Janett Preuß höchstpersönlich im Kindergarten, in der Schule und im Altenheim in der Vorweihnachtszeit verteilt. Denn nach ihrer Rückkehr aus Rumänien am nächsten Donnerstag wird sie sich erneut Ende Dezember bis Neujahr in dem Karpatenstaat aufhalten. Vor etwa zwei Wochen gingen bereits per Lastkraftwagen ein großer Fleischwolf und eine Tonne Zwiebeln als Hilfslieferung nach Varatic. „Seit 1990 organisieren wir Transporte, seitdem war ich über 60-mal in Rumänien“, sagte gestern Janett Preuß bei ihrem Besuch in der Kossebauer Kindertagesstätte „Wichtelhausen“. Ihr Aufenthalt dort hatte einen guten Grund, denn die Kinder und Erzieherinnen unterstützen zum dritten Mal die Hilfsaktion. Begonnen hatte alles vor drei Jahren als die Kita das Martinsfest feierte, wobei den Mädchen und Jungen die Bedeutung des Teilens vermittelt worden war. Daraufhin packten sie Tüten mit Süßigkeiten, putzigen Plüschtieren und malten Bilder für die jungen Rumänen. Dies war auch in den vergangenen Tagen so. Gestern holte Janett Preuß die Dinge ab. Einrichtungsleiterin Kornelia Krüger freut sich, dass ihre Schützlinge bei der Aktion so engagiert mitgemacht haben. „Es besteht dadurch eine direkte Verbindung von unseren Kindern zu den rumänischen Kindern. “ Dass die vielen schönen Geschenke aus „Wichtelhausen“ beim rumänischen Nachwuchs gut angekommen sind, zeigen Fotos bei der Übergabe der Tüten im vergangenen Jahr, die Janett Preuß in Kossebau zeigte. Zudem bedankten sich die Kinder aus dem südosteuropäischen Land mit selbstgemalten Bildern bei den Altmärkern.

Übrigens: Das Kloster Varatic liegt 450 Meter hoch in Moldavien. Janett Preuß und ihre Mitstreiter erreichen ihr Ziel über Magdeburg, Dresden, Prag, Bratislava, Budapest und Klausenburg. Im Kloster leben 430 orthodoxe Nonnen. Sie betreiben Landwirtschaft, Ikonenmalerei, Teppichweberei, haben eine Nähstube und die sehr gut gehende Bäckerei, bei der die Johanniter Hilfe zur Selbsthilfe geleistet haben.

Von Thomas Westermann

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