Waldbad wird barrierefrei

Planschbecken in Seehausen wird saniert: Förderverein nimmt 40 000 Euro in die Hand

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Schon Anfang Januar sollen die Arbeiten beginnen und das Planschbecken des Waldbades saniert werden. Außerdem werden zwei Eingänge neu gestaltet. Die Finanzierung erfolgt ohne öffentliche Gelder.

Seehausen – Frohe Kunde gab es von Dr. Walter Fiedler auf der jüngsten Stadtratssitzung, denn das Planschbecken im Waldbad kann saniert werden. Außerdem sollen zwei Eingänge neu gestaltet werden.

Auch die Hansestadt Seehausen, der Betreiber des Bades, hat in Person von Bürgermeister Detlef Neumann, dem Förderverein des Bades um den Vorsitzenden Fiedler seine Zustimmung zu dem Projekt signalisiert.

Schon Anfang Januar plant die sogenannte „Seniorenbrigade“ des Fördervereins mit den Arbeiten zu beginnen. „Wichtiger erster Schritt ist es, die 25 Jahre alte Plastik-Schicht in dem Becken zu erneuern. Danach können wir dann schauen, wie es weitergeht“. Fiedler verdeutlicht die Dringlichkeit der Maßnahmen: Es sei so, dass teilweise Wasser abläufe. „Das ist einerseits teuer und andererseits auch nicht gut für kleine Kinder, wenn die Wassertemperatur zum Beispiel auf 20 Grad absinkt“. Neben der Erneuerung des Planschbeckens wird es auch zwei neu gestaltete Eingänge geben. „Einer davon wird barrierefrei gestaltet, sodass man diesen auch mit Kinderwagen oder Rollstühlen passieren kann.“

Angesprochen auf die hohe Stumme von 40 000 Euro, die der Förderverein für die Arbeiten zur Verfügung stellt, bedankte sich der Fördervereinsvorsitzende für das große Engagement vieler Seehäuser Bürger. „Es kommt recht häufig vor, dass sich Bürger bei Feiern wie Geburtstagen statt Geschenken, Spenden für den Förderverein wünschen. Da kommen teilweise ganz enorme Summen zusammen.“ Ein ehrgeiziges Ziel hat sich Fiedler für den Sommer vorgenommen. „Wir wollen vom 19. Juni um 12 Uhr bis Mitternacht am 21. Juni ein 60-Stunden-Schwimmen veranstalten“. Ziel sei es, dass immer mindestens eine Person ihre Bahnen schwimmt. Außerdem solle mit der in Sachsen-Anhalt bislang noch nicht da gewesenen Aktion, auf mehrere Dinge aufmerksam zu machen. „Hier möchte ich die finanzielle Misere vieler Bäder nennen und darauf aufmerksam machen, dass an den Schulen nicht genügend Schwimmunterricht gegeben wird“, hofft der Vereinschef auf große Resonanz.

VON TOBIAS HENKE

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