Investitionsvorhaben für die nächsten Jahre

Pläne der Hansestadt Seehausen: Bad und Brücke im Blick

Für die dringend erforderliche Sanierung des Schwimmerbeckens im Seehäuser Waldbad wird sich erneut um Förderung bemüht.
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Für die dringend erforderliche Sanierung des Schwimmerbeckens im Seehäuser Waldbad wird sich erneut um Förderung bemüht.

Seehausen – Noch sind verschiedene Investitionsvorhaben für dieses Jahr in Seehausen nicht angelaufen, dennoch blicken die Stadtverantwortlichen schon auf 2021 und darüber hinaus.

Wesentliches Investitionsvorhaben der kommenden Jahre ist und bleibt die Beckensanierung im Waldbad, um dessen dauerhaften Bestand zu sichern.

Gegenwärtig hat sich die Hansestadt laut Haushaltsplan an einem neuen Antragsaufruf des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zur Förderung der dringend notwendigen Beckensanierung beteiligt. „Inwieweit sich aus diesem Vorverfahren die Möglichkeit einer Zuweisungsbeantragung ergibt, bleibt abzuwarten“, heißt es in dem Papier. Im Falle einer Förderung hätte die Kommune einen Eigenanteil von zehn Prozent aufzubringen. Angesichts der kalkulierten Projektkosten in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro steht die Umsetzung des Vorhabens ohne Zuweisungen außer Frage.

Die eingereichte Projektskizze erstreckt sich über den Zeitraum 2021 bis 2023 und ist vorsorglich über den gesamten Maßnahmezeitraum in der Haushaltsplanung mit entsprechenden Verpflichtungsermächtigungen berücksichtigt. Zur Finanzierung des Eigenanteils ist die Verwendung der Verkaufserlöse für die Objekte Salzstraße/Beusterstraße vorgesehen.

Die Beustertorbrücke musste aufgrund ihres desolaten baulichen Zustandes gesperrt werden. Ob sie jemals saniert wird, steht noch in den Sternen.

Doch das Becken ist nicht das einzige Problem, das den Stadtverantwortlichen Sorgen bereitet. Ein weiteres ist die mögliche Sanierung der Beustertorbrücke. Sie ist seit einigen Monaten aufgrund ihres desolaten Zustandes ordnungsbehördlich gesperrt (die AZ berichtete). Eine alternative Verkehrsführung ist möglich und auch eingerichtet. Die Kosten der Sanierung belaufen sich schätzungsweise auf 500 000 Euro. Ohne Fördermittel ist auch dort eine Sanierung nicht möglich. Bürgermeister Detlef Neumann weiß, dass selbst im Falle einer Förderung über die Denkmalpflege die Stadt Eigenmittel in Höhe von 255 000 Euro aufbringen müsste. Ein finanzieller Kraftakt, der nicht leistbar sei. Eine abschließende Entscheidung ob und wann eine Sanierung erfolgen soll, steht noch aus. Deshalb ist die Maßnahme rein vorsorglich und ohne Verpflichtungsermächtigung von Seehausens Verbandsgemeinde-Kämmerin Katrin Neuber in die mittelfristige Finanzplanung aufgenommen worden.

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