Unterhaltung der Gewässer zweiter Ordnung durch „Seege-Aland“-Verband läuft auf vollen Touren

Pflege auf 1250 Kilometern

Die Gewässerpflege läuft auf vollen Touren. Foto: Westermann

Seehausen. Die Pflege der Gewässer zweiter Ordnung ist sehr wichtig und obliegt dem in Seehausen ansässigen Unterhaltungsverband „Seege-Aland“. Mitte Juli haben die Krautungsarbeiten begonnen, die am 15.

Dezember abgeschlossen werden, so Unterhaltungsverbandsgeschäftsführer Klaus-Peter Meißner. Allein für die Mäharbeiten belaufen sich die Kosten auf 550 000 Euro. Verantwortlich für die Aufgabe zeichnet die Firma Feind aus dem Spreewald, deren Mitarbeiter werktags oft mehr als zwölf Stunden im Einsatz sind. An Technik sind derzeit zwei Böschungsschlegler und zwei Radbagger sowie zwei Kettenbagger an den Gewässern zweiter Ordnung unterwegs. Ein Einsatzleiter des Unternehmens organisiert den Einsatz der Technik und ein Vorarbeiter trifft die Absprachen mit den Eigentümern und sorgt für die entsprechende Baufreiheit. Bei auftretenden Problemen könne sich unter den Rufnummern (0151) 52807589 oder (0175) 2628015 mit den Verantwortlichen in Verbindung gesetzt werden, weiß Klaus-Peter Meißner. Wer die Mäharbeiten durch unzulässige Baufreiheit behindere, müsse den Mehraufwand finanziell begleichen, macht der Geschäftsführer aufmerksam. Das gelte auch für Hochsitze, die eine durchgängige Arbeit verhindern. Dort sei es angebracht, dass die Jäger den Hochsitz in der gesamten Gewässerbreite frei mähen, so dass der Wasserabfluss erfolgen könne. Die Landwirte seien zudem angehalten, die Koppeldurchfahrten durch Griffstücke offen zu halten. Es sollte darauf geachtet werden, dass keine Strohballen oder ähnliches an den Grabenseiten die Durchfahrten behindern. Durch die ungünstige Witterung seit Erntebeginn werden die Drescharbeiten der Landwirte behindert und damit fehle es an entsprechender durchgängiger Baufreiheit für die Räumfahrzeuge. Und noch eines liegt Klaus-Peter Meißner am Herzen: Der Einsatz der modernen Technik erfordere aus wirtschaftlichen Gründen auch eine entsprechende Kilometerleistung. Deshalb sei es erforderlich, die Umsetzzeiten und Leerfahrten so gering wie möglich zu halten. Der Unterhaltungsverbandsgeschäftsführer bittet um Verständnis, dass nicht jeder individuelle Wunsch sofort Berücksichtigung finden könne.

Übrigens: Der „Seege-Aland“-Verband hat ein Grabennetz mit einer Länge von 1250 Kilometern zu unterhalten und zählt damit zu den größten in Sachsen-Anhalt.

Von Thomas Westermann

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