Gewissheit: Elberadweg an der Brücke kann lange Zeit von Drahteselfreunden nicht genutzt werden

Den Pedalrittern bleibt nur die Fähre

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Der Elberadweg an der Eisenbahnbrücke zwischen Seehausen und Wittenberge kann aufgrund von Bauarbeiten lange Zeit nicht genutzt werden. Für Pedalritter bleiben nur die Fähren.

Seehausen. Hinsichtlich der vorgesehenen Sperrung der Elbbrücke zwischen Seehausen und Wittenberge fühlt sich Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth nicht ausreichend informiert und machte seinem Unmut gegenüber dem Unternehmen Luft.

Henriette Hahn reagierte nun auf das Anschreiben des Verwaltungschefs.

Die Baumaßnahmen für den Korrosionsschutz (die AZ berichtete) erfolgen ab 13. April bis 6. Juli mit einer Totalsperrung und ab 7. Juli bis 29. Oktober mit einer Eingleisigkeit. Pedalritter haben in der Zeit ab 7. Mai bis 6. Juli ganz schlechte Karten, da der Elberadweg über das Bauwerk gesperrt ist und sie kilometerlange Umwege in Kauf nehmen müssen. Radfahrer sollten die Elbfähren Schnackenburg oder Räbel nutzen, rät Hahn. Für Radtouristiker wie beispielsweise Susanne Bohlander aus Losenrade kommt die Sperrung einer Katastrophe gleich. 

Kloth befürchtete zudem, dass der Besuch des Brandenburg-Tages Ende August in Wittenberge aufgrund der Bauarbeiten zu einer komplizierten Anreise für die Altmärker werden könnte. Die Bahn-Mitarbeiterin dazu: „Im August befahren wir im Abschnitt Geestgottberg-Wittenberge im Gleiswechselbetrieb mit dem vollen Betriebsprogramm im SPNV (Schienenpersonennahverkehr). Aufgrund der Eingleisigkeit ergeben sich allerdings geringfügige zeitliche Anpassungen.“ Alle im Schienenersatzverkehr eingesetzten Fahrzeuge haben selbstverständlich auch Kapazitäten für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder und sollen diese natürlich auch kostenfrei befördern, fügt Hahn hinzu. Allerdings seien die Kapazitäten in einem Bus im Vergleich zu den im Schienenverkehr eingesetzten Fahrzeuge eingegrenzter.

Von Thomas Westermann

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