Neuartiges Verfahren soll in diesem Jahr zum Einsatz kommen

Seehäuser Rathaus: Mit Paste gegen die Taubenplage

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Die Abwehrspikes sollen nicht ordentlich montiert sein. Ein Unternehmen will daran Korrekturen vornehmen.

Seehausen. Die unzähligen Tauben werden für das Seehäuser Rathaus zur Plage. Erst im Sommer des vergangenen Jahres musste ein wischestädtisches Unternehmen die Dachrinnen des Verwaltungssitzes säubern, da diese durch den Taubenkot verstopft waren.

Einige Monate später besteht schon wieder Handlungsbedarf. Die Rinnen seien erneut verstopft, das Wasser laufe über und dringe in den Ratssaal ein, sagte Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth gestern im Gespräch mit der AZ. Zudem werde durch die Nässe die Bausubstanz und an der Vorderfront des Rathauses angebrachte Schaukasten beschädigt, ergänzt der Aulosener, der gleich zu Beginn des neuen Jahres wieder die Dienste der Dachdeckerfirma in Anspruch nehmen muss.

Nur einige Monate nach der Reinigung sind die Dachrinnen des Rathauses vom Taubenkot erneut verstopft. Das Wasser läuft über.

„Wir müssen bisschen mehr Geld in die Hand nehmen, um das Problem mit dem Taubenkot zu lösen“, fügt der Bürgermeister hinzu. Dabei soll ein neuartiges Verfahren zur Vergrämung der Vögel zum Einsatz kommen (AZ berichtete). Ein Unternehmen aus Süddeutschland hat von den Problemen der Seehäuser mit den Tauben in der AZ erfahren und sich kurze Zeit später auf den Weg in die Wischestadt gemacht. Die Lösung ist eine Taubenabwehr-Paste in Kartuschen. Die sei laut Vertriebsmitarbeiter Hans-Jörg Vockrodt unschlagbar einfach und effektiv. Einmal aufgetragen, wirke sie dauerhaft und immer zuverlässig. Herkömmliche Abwehrsysteme wie Drähte und Stacheln, die Gebäude und Fassaden unansehnlich machen, gehörten der Vergangenheit an. Ebenso die Verletzungsgefahr für Mensch und Tier, die von diesen Systemen ausgehe. Doch bei dem Vor-Ort-Termin stellten Vertreter der Firma fest, dass die Paste allein nicht ausreichen werde. Es bedarf eines zusätzlichen Schutzes durch Abwehrspikes, sprich Stacheln, die vor etwa 20 Jahren auf den Fenstersimsen und anderswo am Rathaus bereits befestigt wurden. Doch nach Angaben der süddeutschen Spezialisten sollen diese nicht fachgerecht montiert sein und deshalb müssen an den Stacheln Korrekturen erfolgen.

In diesem Jahr soll das neue Verfahren am Seehäuser Verwaltungssitz Anwendung finden. 4000 Euro sind dafür im Haushalt der Verbandsgemeinde eingestellt, der vom Rat noch verabschiedet werden muss. Kloth gibt sich ob der Wirkung optimistisch. Immerhin gebe das Unternehmen fünf Jahre Garantie.

Von Thomas Westermann

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