Seehausens Stadtoberhaupt lehnt Händlervorschlag ab

„Parkautomaten nicht umsetzbar“

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Seit etwa Mitte der 1990er Jahre kann in Seehausen kostenlos geparkt werden. Bürgermeister Detlef Neumann findet die begrenzte Parkdauer von zwei Stunden gut und richtig.

Seehausen. In der Hansestadt Seehausen mehren sich Händlerstimmen, die die Einführung von Parkautomaten begrüßen würden, damit wieder Geld in die klamme kommunale Kasse kommt.

Claudia Preuschoff vom Händlerstammtisch, die in der Innenstadt ein Schuhgeschäft betreibt, unterbreitet sogar einen konkreten Vorschlag. Sie würde den Abriss des maroden Hauses Mühlenstraße 4 begrüßen. Auf dem dahinter liegenden Grundstück könnten dann Parkflächen hergerichtet und entsprechende Automaten wie beispielsweise in der Nachbarstadt Osterburg aufgestellt werden.

Seehausens Bürgermeister Detlef Neumann sagte auf AZ-Nachfrage, dass er ganz und gar nicht ein Freund des kostenpflichtigen Parkens in der Hansestadt sei. Der Wischestädter, der seit Mitte der 1990er Jahre in der Kommunalpolitik mitmischt, kann sich gut erinnern, dass es damals Parkuhren gegeben habe, die sich aber nicht bewährten. Seit Jahren seien sie eingemottet und rotten vor sich hin. Neumann macht seinen Standpunkt deutlich: „Parkautomaten sind für Seehausen nicht umsetzbar und nicht förderlich. Die Einnahmen stünden in keinem Aufwand-Nutzen-Verhältnis, da die Investitionskosten für die Automaten nicht gerade gering sind. Zudem würden Leute abgeschreckt werden. Ich halte die gegenwärtige Regelung mit der begrenzten Parkdauer werktags von zwei Stunden für richtig. Doch wir leben in einer Demokratie. Wenn die Händler sich für Parkautomaten aussprechen, dann können sie sich in einem Schreiben an den Stadtrat wenden, der darüber entscheiden müsste.“ Hinsichtlich des Hauses Mühlenstraße 4 stellte Neumann klar: „Das Gebäude befindet sich im Privatbesitz und gehört nicht der Stadt.“

Von Thomas Westermann

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