Pächter von Waldbad-Gaststätte und Radlerhotel hat Verträge gekündigt

Seehausen: Daniel Lange wirft das Handtuch

Waldbad Seehausen
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Im Obergeschoss des Gebäudes befindet sich das Radlerhotel, im Anbau links die Gaststätte. Pächter Daniel Lange hat die Verträge zur Betreibung gekündigt.
  • Thomas Westermann
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Seehausen. „Ich will zwar keine Schwarzmalerei betreiben, aber für die Hansestadt Seehausen könnte es zu einem echt großen Problem werden“, sagte der ehrenamtliche Bürgermeister Detlef Neumann der AZ. Er meint damit die fristgerechte Kündigung von Daniel Lange für das Pachtverhältnis zur Gaststätte und Radfahrerunterkunft am wischestädtischen Waldbad zum Jahresende.

Dem Vernehmen nach gaben für die Aufgabe der beiden Objekte wirtschaftliche Aspekte den Ausschlag. Daniel Lange war trotz mehrmaliger Anrufe der AZ nicht erreichbar, um Stellung zu nehmen. Seehausens Vize-Bürgermeister und Vorsitzender des Fördervereins für das Waldbad, Dr. Walter Fiedler, lobte noch in der vergangenen Woche die gute Zusammenarbeit zwischen Gaststättenbetreiber und Verein. Wie er gegenüber der AZ sagte, gebe es eine sehr gute Zusammenarbeit zwischen vier Partnern – Hansestadt Seehausen, Bäder GmbH Wittenberge, Förderverein und eben Unternehmer Daniel Lange.

Letzterer hat übrigens als Pächter der Gaststätte die Arbeit seines verstorbenen Vaters Ralf Auschel dort fortgeführt. Später übernahm Lange noch das Radlerhotel, das in der einstigen Bademeisterwohnung entstanden ist und Ende April 2018 in Betrieb ging. „Ich bin von der Kündigung der Pachtverträge völlig überrascht und sprachlos. Wir haben damit ein riesiges, neues Problem, das in Ruhe diskutiert werden muss“, so Kommunalpolitiker und Chef-Förderer Dr. Fiedler. Die Kündigung des Pachtverhältnisses bedauert auch Betriebsleiter Frank Möller von der Wittenberger Bäder GmbH, die die Freizeitstätte im idyllisch gelegenen wischestädtischen Schillerhain sehr zur Zufriedenheit der Stadtverantwortlichen seit 2007 betreibt. „Ich bedauere, dass Daniel Lange die Verträge gekündigt hat. Mit ihm und der Bäder GmbH gab es immer eine sehr gute Zusammenarbeit Hand in Hand. Er hat auch immer eine gute gastronomische Versorgung im Waldbad angeboten, aber es sei eben schwer, in der Gastronomie Geld zu verdienen“, meint der Prignitzer und fügt hinzu. „Aber vielleicht können die Stadträte und der Bürgermeister Daniel Lange überzeugen, die Kündigung zurückzuziehen, um dann weiterzumachen.“

Fakt ist: Wie es nun nach der Vertragskündigung des Drüsedauers mit der Gaststätte und dem Radlerhotel weitergeht, steht derzeit in den Sternen. Der Stadtrat hat die Thematik auf der Tagesordnung seiner nächsten Sitzung am kommenden Donnerstag. Dann geht es um die Ausschreibung über die Neuverpachtung der Gaststätte und Radfahrerunterkunft am Waldbad.

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