LHW setzt bei Hochwasserschutz auf Schafe / Im Norden noch keine Wolfsopfer

Osterlämmer für Deichpflege

+
Diese Schafe mit ihren Osterlämmern grasen derzeit den Alanddeich bei Geestgottberg ab. Der Flussbereich Osterburg des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft hat acht Schäfer für die Deichpflege vertraglich gebunden. 

Seehausen/Osterburg. Die Osterzeit hat begonnen und damit auch die Zeit der Osterlämmer. In der Schäferei von Axel Schuster in Beuster erfolgte dieser Tage der Austrieb bei Werder. Darüber hinaus haben Schafe eine wichtige Aufgabe für die Deichpflege zu erfüllen.

An Elbe und Aland der Verbandsgemeinde Seehausen sind die Wolleträger als lebende Rasenmäher eingesetzt. Der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) hat diesbezüglich Verträge mit Schafhaltern abgeschlossen. Ganze Arbeit verrichten die Tiere derzeit am Alanddeich bei Geestgottberg.

„Die Deichpflege durch die Schafe ist uns so wichtig, dass wir dafür sogar Geld bezahlen“, sagt Osterburgs Flussbereichsleiter Hans-Jörg Steingraf und lacht dabei. „Nein, im ernst“, fügt er hinzu „ohne Schafe geht es nicht“. Der LHW habe acht Schäfer vertraglich für die Deichpflege gebunden. Vier seien es im Bereich zwischen Räbel und der niedersächsischen Landesgrenze und weitere vier zwischen Tangermünde und Rogätz. Die Bezahlung erfolge nach erbrachten Leistungen. Sinn und Zweck der Schafhaltung sei die ordnungsgemäße Rasenmahd. Wie die genau auszusehen hat, dafür gibt es von den fachkundigen LHW-Mitarbeitern Hinweise. Zudem besuchen die Schäfer spezielle Lehrgänge, macht Steingraf deutlich. Übrigens: Dem Wolf seien im Norden des Flussbereichs noch keine weidenden Schafe zum Opfer gefallen, im Süden hingegen schon, so der Diplom-Ingenieur im AZ-Gespräch.

Von Thomas Westermann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare