Orgel bald mit voller Klangfülle

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Kantor Friedemann Nitsch zeigt auf die Orgelpfeifen des dritten Manualwerks, die reparaturbedürftig sind. Die Sanierungsarbeiten an der Orgel werden ab Juni fortgeführt.

Seehausen. Die Sanierung der altehrwürdigen Lütkemüller-Orgel in der Seehäuser Petrikirche kann fortgeführt werden. Einer, der sich besonders darüber freut, ist Kantor Friedemann Nitsch. „Seit etwa zehn Jahren ist in Sachen Orgelsanierung nichts passiert, jetzt kann es nach 1996 und 1998 mit dem dritten Bauabschnitt endlich weitergehen“, so der Kirchenmusiker.

Die Arbeiten sollen im Juni beginnen und kosten circa 125 000 Euro. Die Finanzierung ist gesichert. Den größten Anteil trägt mit 43 000 Euro die Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt. Außerdem fließen Gelder von der Seehäuser Kirchengemeinde, von der Stiftung Orgelklang der Evangelische Kirche Deutschland (EKD), von der Landeskirche, vom Kirchenkreis und vom Förderverein St. Petrikirche. Die Arbeiten übernimmt wieder die Firma Alexander Schuke in Potsdam, die auch die bisherigen Reparaturen zur vollsten Zufriedenheit des Auftraggebers ausgeführt hat. Zu der Sanierung gehört unter anderem das dritte Manualwerk, das nur noch teilweise bespielbar ist. Ferner stehen Arbeiten am Register an. Für die Restauration müssen etliche Teile der Orgel demontiert und in der Werkstatt der Orgelbaufirma in Potsdam aufgearbeitet werden. Dies sei alles sehr zeitintensiv, weiß Kantor Nitsch, denn die Lütkemüller-Orgel werde erst im nächsten Jahr wieder bespielbar sein. Dies führe zu Einschränkungen bei den diesjährigen Kirchenmusiken in St. Petri. So werde statt Orgelmusik in den nächsten Wochen und Monaten Chor- und Bläsermusik zu hören sein. Zurückgegriffen werde dabei auf eigene Kräfte, die hochqualitative Konzerte anbieten können, wie beispielsweise die St.-Petri-Kantorei, der Gospel- sowie der Posaunenchor. Kantor Nitsch freut sich über den Abschluss der Sanierung umso mehr. „Dann wird die Lütkemüller-Orgel mit allen 44 Registern in voller Klangfülle zu hören sein.“ Als vierter und letzter Bauabschnitt stehen Arbeiten am Prospekt, sprich Schauansicht der Orgel, an. Dazu gehört der Austausch der Zink- durch Zinnpfeifen. Letztere wurden während des Ersten Weltkrieges eingeschmolzen und durch das minderwertige Zinkmaterial ersetzt, weiß Nitsch.

Sehr gern freut sich die Kirchengemeinde über Spenden zur weiteren Orgelrestaurierung. Diese können bei der KD-Bank, Kontonummer 155 824 60 37, Bankleitzahl 35060190, eingezahlt werden. Empfänger ist das Kreiskirchenamt Stendal. Als Zweck bitte Spende Orgel Kirche Seehausen angeben.

Von Thomas Westermann

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