Notbremse bei Notdurft gezogen

Öffentliche Toilette in Seehausen ist aufgrund von Vandalismus meistens dicht

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Die öffentliche Toilette am Klosterschulplatz in Seehausen ist meistens geschlossen. 

Seehausen – Die Hansestadt Osterburg will in absehbarer Zeit eine öffentliche Toilette im Bereich des Lindenparkplatzes schaffen. Eine öffentliche Toilette in der Hansestadt Seehausen gibt es schon seit den 1990er Jahren, aber die ist meistens dicht.

Lediglich zu den Markttagen am Dienstag oder bei Veranstaltungen auf dem Festplatz am Umfluter ist das stille Örtchen zugänglich.

Seehausens Bürgermeister Detlef Neumann und die Stadtverantwortlichen im Rat zogen aus bestimmten Gründen sozusagen die Notbremse bei der Verrichtung der Notdurft. Der Vandalismus in dem Häuschen am Klosterschulplatz nahm ungeahnte Ausmaße an, sagte das Stadtoberhaupt im AZ-Gespräch. „In den vergangenen Jahren mussten wir Tausende Euro für Reparaturmaßnahmen ausgeben. Die Porzellanbecken wurden zerschlagen und gar der Stromzähler herausgerissen“, ärgert sich der Seehäuser. Die Toilette könne so nicht betrieben werden. Derzeit seien noch Einbruchsspuren an einer Tür zu sehen.

Dennoch sollte der neue Stadtrat darüber nachdenken, inwieweit man die Situation verbessern könne. Neumann denkt dabei an den Austausch der Porzellanbecken. Edelmetall wäre beispielsweise robuster. Bis sich eine Entscheidung abzeichnet, dürfte aber noch viel Wasser den Aland hinunterfließen. Derzeit bleiben Besuchern die Toiletten im Rathaus, im Verwaltungsgebäude am Schwibbogen oder in der Stadtinfo. Notfalls können auch die Gaststätten aufgesucht werden.

VON THOMAS WESTERMANN

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