Tag des Artenschutzes: Landschaftsarchitekt Krebber gibt Tipps für den Garten

Mehr Bienen und Vögel im Blick

Norbert Krebber am Totholz
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Zum Tag des Artenschutzes gibt Landschaftsarchitekt Norbert Krebber vom Wahrenberger Elbehof Tipps, wie ein Garten naturnah gestaltet werden könnte. So sollte beispielsweise Totholz unbedingt liegen gelassen werden.
  • Thomas Westermann
    vonThomas Westermann
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Wahrenberg.  In dieser Woche war der Tag des Artenschutzes angesagt. Dieser Aktionstag wurde im Jahr 1973 im Rahmen des Washingtoner Übereinkommens zum Artenschutz (Cites) eingeführt. Mithilfe des Abkommens sollen der bedrohte Bestand wild lebender Arten geschützt und der Handel mit wilden Tieren und Pflanzen kontrolliert werden. Deutschland trat dem Abkommen im Jahr 1976 bei.

Zum Artenschutz gehört auch ein intakter Garten. Einer, der sich damit bestens auskennt, ist Landschaftsarchitekt Norbert Krebber vom Wahrenberger Elbehof. Immer wieder ist er in Schulen und Kitas unterwegs, um den Mädchen und Jungen Umweltbildung zu vermitteln. Aber auch Erwachsenen vermittelt Krebber sein Wissen. So organisiert die Kreisvolkshochschule unter seiner Anleitung am 10. April ein Naturgartenseminar.

Artenvielfalt könne im Garten durch verschiedene Maßnahmen gefördert werden, sagt der Wahrenberger im Gespräch mit der AZ. So sollten einheimische Gehölze für Vögel und Bienen gepflanzt werden. Dies stärke die Nahrungskette und schaffe Brutplätze. Insgesamt sollten Lebensräume der Natur nachempfunden werden – Totholz liegen lassen, Laub und Mulch anhäufen. Zudem sollte der Boden vor dem Austrocknen geschützt werden. Der Hobbygärtner sollte möglichst viele Lebensbedingungen schaffen – von trockensandig bis humos schattig. Auch Wasserflächen und kleine Lehmkuhlenpfützen sollten vorhanden sein, damit immer offenes Wasser da sei. „Insgesamt greift das Prinzip Landschaftsgarten, wo die Natur nachempfunden wird und gleichzeitig die Ästhetik einem romantischen Wohlempfinden gleicht“, so der Fachmann.

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