Drüsedauer Unternehmerin schätzt Schaden auf eine Million Euro

Nur noch Schutt und Asche: Lagerhalle einer Spedition komplett niedergebrannt

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Die Lagerhalle eines Drüsedauer Speditionsunternehmens wurde Sonntagabend ein Raub der Flammen. Inhaberin Beate Potas schätzt den Schaden auf etwa eine Million Euro, die Polizei ging zunächst von 600.000 Euro aus. Rund 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. 

Drüsedau. Großbrand am Sonntagabend kurz nach 21 Uhr in Drüsedau in der Gemeinde Altmärkische Höhe. Die Lagerhalle einer Spedition stand in Flammen.

Eine vorbeifahrende Losserin sah die Flammen und benachrichtigte einen ihr bekannten Drüsedauer, der dann die Alarmierung auslöste.

Komplett in sich zusammengefallen: Die Lagerhalle der Drüsedauer Spedition liegt nach dem Brand am Sonntagabend komplett in Schutt und Asche.  

Vor Ort waren Brandbekämpfer aus der Verbandsgemeinde Seehausen und aus der Einheitsgemeinde Osterburg. Die Biesestädter wurden alarmiert, um aufgrund der starken Rauchentwicklung – wovon eventuell gesundheitliche Gefahren ausgehen können – Messungen vorzunehmen. Wie Osterburgs Stadtwehrleiter Sven Engel gestern im AZ-Gespräch sagte, sei alles im grünen Bereich gewesen. Die Einsatzleitung vor Ort hatten Seehausens Verbandsgemeindewehrleiter Michael Märten und Peter Brandt von der wischestädtischen Wehr inne. Für die Brandbekämpfer war der Einsatz durchaus gefährlich, weil in der Halle Gasflaschen lagerten, die zu explodieren drohten und einige davon das auch taten, äußerte Märten auf AZ-Anfrage. Rund 100 Feuerwehrleute waren bis gegen 2 Uhr im Einsatz. Danach übernahmen Angehörige von zwei Wehren die Brandwache und löschten Glutnester ab. Gestern gegen 9 Uhr war der Einsatz komplett abgeschlossen.

+++ Erstmeldung: Lagerhalle einer Spedition brennt vollständig nieder +++

„Es sieht jetzt aus wie Pergament“ so Unternehmerin Beate Potas nach dem verheerenden Brand.

Beate Potas, die Inhaberin der Spedition, war gestern von dem Brand sichtlich betroffen. Sie schätzt den Schaden auf rund eine Million Euro. Die Kriminalpolizei wird die Ermittlungen zur Ursache des Feuers aufnehmen. Potas und ihr Vater Dieter Otte vermuten einen technischen Defekt, der zur Auslösung des Brandes geführt hatte. Die Temperaturen waren enorm, sagt Potas gegenüber der AZ. Träger und Hallenwände sind geschmolzen. „Es sieht jetzt aus wie Pergament“, fügt die Unternehmerin hinzu. Doch bei allen Problemen, die die Beseitigung des Brandschadens und der Wiederaufbau mit sich bringen werden, hat die Drüsedauerin Glück im Unglück gehabt. „Es wurde glücklicherweise keiner verletzt. Und das nahestehende Wohnhaus mit den Büroräumen der Spedition wurde von den Flammen verschont. Wir hatten Glück, weil es windstill war“, so Beate Potas.

Von Thomas Westermann

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