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„Neue Wege ausprobieren“

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Von: Thomas Westermann

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Vorstand Förderverein St.-Nikolaus-Kirche Beuster
Der neue Vorstand des Fördervereins für die St.-Nikolaus-Kirche in Beuster (v.l.): Henning Schmidt, Katrin Hiller, Nicolas Papke, Veronika Benecke, Jürgen Lenski, Antje Spillner und Detlef Schmidt.  © Westermann

Beuster. Führungswechsel nach über 20 Jahren beim Förderverein der St.-Nikolaus-Kirche Beuster: Vorsitzender Dr. Volker Stephan, der von Anfang an den Verein leitete, tritt mit seinen 83 Jahren aus Altersgründen ab. Die Nachfolge übernimmt Nicolas Papke.

Der 33-jährige neue Vorsitzende ist in Halle geboren, studierte im Harz Tourismuswirtschaft und lernte dort seine Ehefrau kennen, die aus Beuster stammt. Später arbeiteten beide in Berlin, seit 2018 wohnen die Papkes in Ostorf. Erst war der Unternehmer, der eine Firma im Event-Bereich führt, vom Umzug aus der Bundeshauptstadt in die ländlich geprägte Altmark eher skeptisch. „Aber ich bin hier sehr schnell angekommen.“ Und für seinen Vorgänger hat er lobende Worte. „Dr. Stephan hat ein super Erbe hinterlassen.“ Da die Sanierung des Gotteshauses so gut wie abgeschlossen ist, möchte der Wahl-Altmärker „den Weg neu beschreiten und auch neue Wege ausprobieren“. Zudem wolle er „neue Brücken schlagen zu der Kirchengemeinde und die Einwohner bei der Vereinsarbeit einbeziehen“. Weitere Vorstandsmitglieder sind nach der geheim vorgenommen Wahl Detlef Schmidt (Vize-Vorsitzender), Katrin Hiller (Kassenführerin), Veronika Benecke (Schriftführerin) sowie die drei Beisitzer Henning Schmidt, Antje Spillner und Jürgen Lenski. Die Funktion der Kassenprüfer übernehmen Brunhilde Puder und Ines Reetz.

Stehende Ovationen und viele würdigende Worte gab es für Dr. Stephan, nachdem er seinen letzten Rechenschaftsbericht vorgestellt hat. Vize-Chef Schmidt überreichte ihm ein gut gewachsenes Apfelbäumchen der Sorte Elstar. Einen Platz hat der einstige Chef-Förderer auch schon gefunden – und zwar auf der Streuobstwiese am Scharpenloher „Uhlenkrug“, der sich im Besitz Dr. Stephans befindet. Nicht mehr zur Wahl angetreten, ist auch die langjährige Kassenwartin Margret Reck, die letztmalig über die Finanzen berichtete und zum Dank einen Blumenstrauß aus den Händen Schmidts bekam.

Eine besondere Würdigung erhielt bei der Versammlung am Mittwochabend im Beusteraner Dorfgemeinschaftshaus Friedrich-Christoph von Saldern, der sich im 95. Lebensjahr befindet. Für seine Vereinsverdienste ist er zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden. In der von Dr. Stephan vorgetragenen Begründung heißt es: Friedrich-Christoph von Saldern sei Gründungsmitglied des Vereins und arbeite seit über 20 Jahren aktiv im Vorstand. Dank seiner Erfahrung, seiner Initiative, seiner Umsicht und seiner Verbindungen habe er wesentlichen Anteil am Gelingen der Projekte des Fördervereins – insbesondere der grundhaften Sanierung der St.-Nikolaus-Kirche Beuster. Er habe dem Förderverein über die vielen Jahre mit Rat und Tat geholfen und das Vereinsleben mit interessanten Vorträgen bereichert. Mit seinen stets sachlichen, fundierten Beiträgen habe er sowohl dem Vorstand sehr geholfen als auch das gesamte Vereinsleben lebendig und interessant gestaltet. Noch im vergangenen Jahr habe sich von Saldern besondere Verdienste um die Errichtung der St.-Nikolaus-Stiftung Beuster erworben.

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