Mangelnde Kapazitäten der Baubetriebe verzögern Gerätehausfertigstellung

„Nicht mal die Hände waschen“

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Mangelnde Kapazitäten der Handwerksbetriebe verzögern die Gerätehausfertigstellung in Wahrenberg. 

Wahrenberg. „Es gibt drei Großbaustellen in Deutschland, die nicht fertig werden. Dazu zählen der Berliner Flughafen, das Bahnprojekt Stuttgart 21 und das Wahrenberger Feuerwehrgerätehaus“, scherzt ein Seehäuser Feuerwehrmann gegenüber der AZ.

Die Brandbekämpfer im Storchendorf hingegen finden den langen Zeitraum bis zur Fertigstellung überhaupt nicht mehr lustig. Im Sommer verbreiteten Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth sowie Bau- und Ordnungsamtsleiter Guido Mertens noch Optimismus, dass das Werk bis Ende dieses Jahres vollbracht sei, doch daraus wird nichts. „Die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2018 vorgesehen“, sagte Mertens auf der Jahresabschlussveranstaltung der Feuerwehren der Verbandsgemeinde am Wochenende (die AZ berichtete). Wahrenbergs Vize-Wehrleiter Lucas Heymann ist nach dieser Aussage enttäuscht und ungehalten. „Die Kameraden können sich nicht mal die Hände waschen“, sagt er.

Amtsleiter Mertens kennt den Grund für die Verzögerungen. Die Kapazitäten der Handwerksbetriebe seien erschöpft. Im Gerätehaus sei noch der Sanitärbereich, unter anderem mit Herren- und Damen-WC sowie Dusche, zu gestalten. Und die bisherige Wasserversorgung über einen Brunnen werde es auch nicht mehr geben. Es wurde beim Wasserverband schon vor längerer Zeit ein Antrag auf einen Anschluss gestellt. Demnächst sei die Umsetzung geplant.

Von Thomas Westermann

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