Gruppe „Barrierefreies Seehausen“ sieht noch viele Baustellen in der Stadt

„Es ist nicht alles perfekt“

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Der Gehweg an der Seehäuser Lindenstraße ist für ältere und behinderte Menschen schwer passierbar.

Seehausen. In Sachen Barrierefreiheit gibt es in der Hansestadt Seehausen noch viele Baustellen.

Die Behindertenbeauftragte des Landkreises Stendal, Birgit Hartmann, machte auf die Missstände während der jüngsten Sitzung des Bau-, Ordnungs- und Umweltausschusses am Mittwoch aufmerksam. Als erstes nannte sie die Gehwege an der Lindenstraße. „Teils sind die Spaltmaße zwischen den Platten so groß, dass man dort zum einen des Öfteren umknickt und zum anderen Menschen mit Rolatoren arge Schwierigkeiten haben. Rollstuhlfahrer können den Fußweg nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen. “ Es bleibe nur der Gang auf die vielbefahrene Straße.

Das Dilemma setzt sich in der Altstadt fort. Handlungsbedarf gebe es zudem an der Otto-Nuschke-Straße und an der Bialystoker Straße. „Ein großes Sorgenkind befindet sich in der Großen Brüderstraße“, fügt Hartmann hinzu. Bei der Querung zwischen Sparkasse und Schreibwarengeschäft begeben sich behinderte und ältere Menschen in große Gefahr. Ein riesiges Problem sei auch der Zugang zum Bahnhof. „Da kommt keiner mit dem Rollstuhl hin.“ Und die Altmärkerin sprach auch die fehlenden Behindertenparkplätze auf Post- und Klosterschulplatz an.

Eine Gruppe, die sich „Barrierefreies Seehausen“ nennt, möchte Lösungen. Hartmann gehört ebenso dazu wie Bauausschusschef Willi Hamann. Der ist sich der nicht zufriedenstellenden Situation bewusst und meint: „Es ist bei Weitem nicht alles perfekt.“ Doch aufgrund finanzieller Engpässe könne die Stadt nur bedingt handeln. Hamann machte darauf aufmerksam, dass der begonnene Gehwegbau im Bereich Winckelmannstraße und Bäckerbusch demnächst fortgeführt werde.

Von Thomas Westermann

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