Susanne und Eduardo Figueiredo wollen über Leader-Programm Seminarbereich gestalten

Naturerlebnishof auf Platz zwei

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In dieser Scheune des Naturerlebnishofes in Vielbaum soll über Leader-Förderung ein Seminarbereich entstehen.

Vielbaum. Riesig groß ist die Freude bei Susanne und Eduardo Figueiredo: Sie sind auf die Leader-Prioritätenliste für den Bereich des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER) auf Platz zwei gekommen.

Immerhin stehen darauf insgesamt 54 Projekte. Die Eheleute wollen auf ihrem Naturerlebnishof in Vielbaum einen Seminarbereich gestalten. Die Projektbeschreibung und deren Ziele hat ganz offensichtlich die Leader-Aktionsgruppe „Mittlere Altmark“ um Vorsitzende Verena Schlüsselburg überzeugt. In der vergangenen Woche wurden die Prioritäten beschlossen.

Figueiredos aktuelles Projekt „Seminar-Ort Erlebnishof“ beinhaltet die Schaffung eines attraktiven Raums im bestehenden, teilsanierten Scheunengebäude. Dieser Raum soll unter anderem für Workshops, Tagungen und Seminare dienen und werde mit knapp 50 Quadratmetern Grundfläche, flexibler Ausstattung und direktem Zugang zum Innenhof und Naturgelände ideale Voraussetzungen für Arbeitsgruppen verschiedenster Art bieten, sind die Vielbaumer überzeugt. Die Gestaltung des Innenhofs mit Terrassen zur Nutzung in Verbindung mit diesem Bereich ergänze das Ensemble, so Susanne Figueiredo. Die Umsetzung könne aber erst im Herbst des nächsten Jahres beginnen – ab Oktober 2017 bis Mai 2018. „Unser outdoor-lastiger Saisonschwerpunkt von Mai bis September lässt in dieser Zeit keine Bauarbeiten dieses Umfangs zu.“

„Mit der Schaffung eines attraktiven Seminarraums in einem besonderen Umfeld, das gleichzeitig den kompletten Rahmen einer Veranstaltung und interessante Naturerlebnis-Bausteine aus einer Hand bietet, möchten wir in der Region einen Anziehungspunkt für Gruppen aus Bildungs- und Unternehmensbereichen schaffen“, fügt Susanne Figueiredo hinzu, die seit August dieses Jahres zertifizierte Kultur- und Landschaftsführerin im Biosphärenreservat ist. Die Region nördliche Altmark könne damit als Ziel für Firmen und Bildungsträger Bekanntheit erfahren und mit erinnerungsstarken, positiven Erlebnissen weitergetragen werden, wünschen sich die Altmärker. „Durch die Kontakte und Erfahrungen aus unserem früheren Standort und die Möglichkeit der Gruppenbetreuung in englischer Sprache können wir auch internationale Bildungsgruppen ansprechen.“ Natürlich sollen auch die regionalen Organisationen, Vereine und Unternehmen von der Erweiterung der Möglichkeiten auf dem Naturerlebnishof profitieren.

Von Thomas Westermann

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