Ein Ende ist in Sicht

Nach Verzögerungen: Neue Brücke über den Aland soll Anfang 2020 fertig sein

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Die Brücke über den Aland (hier Bilder der alten Konstruktion) ist vor allem für Radtouristen ein wichtiger Teil der Verkehrsinfrastruktur. Die neue Brücke wird robuster als die Bisherige sein.

Pollitz – Nachdem das Hochwasser im Jahr 2013 zu Schäden an der alten Holzbrücke über den Aland bei Pollitz geführt hatte (AZ berichtete), steht nun fest, bis wann der Neubau fertig sein wird.

Im ersten Quartal des kommenden Jahres soll es so weit sein und die rund 1,2 Millionen Euro teure Konstruktion kann von den Bürgern genutzt werden.

„Das ist vor allem für den Radtourismus eine sehr gute Sache“, sagt Alands Bürgermeister Hans-Joachim Herrmann gegenüber der AZ. Er hätte sich gewünscht, dass das Ganze schneller in Gang kommt. „Es war eine Idee der Grünen, dass die Brücke mit Holz verkleidet wird“. Dies gilt für die Fahrbahn und das Geländer. Hierfür wird Tropenholz genutzt, das sehr schwer in großen Mengen zu bekommen sei. „Das hält etwa zehn Jahre, wenn dann Sanierungsarbeiten anfallen, gibt es dafür keine Fördergelder“, erläutert Herrmann. Die Kosten für den Bau der Brücke sind zu 100 Prozent aus Mitteln des Schadensbeseitigungsprogramms nach dem Hochwasser im Jahr 2013 finanziert worden.

Die Flussüberführung ist für das gesamte Radwegenetz in der Region von strategischer Bedeutung, da sich an der Stelle mehrere Radwanderkurse begegnen, die ansonsten unabhängig voneinander verlaufen.„Die ersten Planungen für den Neubau gab es bereits im Jahr 2015 weiß Alands Bürgermeister, der froh darüber ist, dass der Bau nun, wo, endlich gebaut werden kann, nicht noch weiter verzögert wird. Ein wichtiger Aspekt bei der Konstruktion der Brücke ist der Hochwasserschutz.

Dieser ist allein deshalb größer als bei dem komplett aus Holz bestehenden Vorgängermodell, da sie deutlich höher gebaut wurde und aufgrund der Betonpfeiler insgesamt robuster gegen Extremwetter ist. Sieben Brückenpfeiler bieten der neuen Brücke den nötigen Halt gegen Wind und Wetter.

VON TOBIAS HENKE

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