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Beuster: St. Nikolaus auf der Zielgeraden

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Von: Thomas Westermann

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Fußbodenerneuerung in Beusteraner Nikolauskirche
Beschäftigte eines Tangermünder Betriebs führen derzeit Arbeiten am Fußboden in St. Nikolaus aus. © Westermann

Beuster. Die Arbeiten am Fußboden in der romanischen Stiftskirche St. Nikolaus bewegen sich auf der Zielgeraden. Derzeit sind Beschäftigte eines Tangermünder Baubetriebes im evangelischen Gotteshaus emsig am Wirken.

Voraussichtlich Ende April werden die Arbeiten abgeschlossen – mit etwas Verzug, denn ursprünglich sollten die Handwerker Ende dieses Monats das Feld räumen. Immerhin drängt die Zeit, da das Fördergeld entsprechend den Auflagen abgerechnet werden muss. Derzeit füllen die Arbeiter den Boden auf, es folgen Estrich und die roten Ziegelplatten, war von Architekt Tobias Spillner auf AZ-Anfrage zu erfahren. Damit ist dann der neue Fußboden fertig. Ferner entsteht ein neuer Altar. Kirchengemeinde und Förderverein dürften sich freuen, wenn der letzte große Bauabschnitt der Vergangenheit angehört.

Über zwei Jahrzehnte wurde an dem Gotteshaus saniert. Große Verdienste daran hat Fördervereinsvorsitzender Dr. Volker Stephan, der engagiert ist, das einzigartige Bauwerk, wahrscheinlich die älteste Backsteinkirche nördlich der Alpen, in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Immer wieder organisiert er in dem sakralen Gemäuer, das direkt an der Straße der Romanik liegt, Konzerte und Ausstellungen. Im Jahr 2000 trat die Kirchengemeinde an, um die umfangreichen Nässeschäden und deren Ursachen zu beseitigen. 2001 gründete sich der Förderverein mit Dr. Stephan an der Spitze, der aber bei der Neuwahl des Vorstandes in diesem Jahr aus Altersgründen nicht mehr antreten wird (die AZ berichtete). In enger Abstimmung mit der Denkmalpflege wurden bisher über eine Million Euro in die Sanierung des Bauwerks investiert. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Neueindeckung des Daches, die Regenentwässerung, das Anlegen einer Drainage und das Freilegen des Sockelmauerwerkes sowie die Fassadensanierung und Erneuerung der Innenraumfassung.

Zwar sind die großen Abschnitte in St. Nikolaus fertig, „aber zu reparieren gibt es immer etwas“, weiß Architekt Spillner. So müssen beispielsweise die Bohlen im Turm erneuert werden.

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