Erste Lämmer der Schäferei Schuster in Beuster entdeckten schon Mitte Februar das Licht der Welt

Mutterglück nicht nur zur Osterzeit

+
Auch bei den Hütehunden gab es Nachwuchs. Diese jungen Australian Kelpie suchen einen neuen Besitzer. 

Beuster. „Osterzeit ist Lammzeit“ heißt es im Volksmund. Aber das sei nur bedingt richtig, so Schäfer Axel Schuster in Beuster, als ihn vor wenigen Tagen die AZ besuchte.

Egal, wie Ostern falle, werden an diesen Tagen natürlich auch Lämmer geboren, aber die Hauptlammzeit liege bereits früher.

Sauberes Stroh und frisches Heu in und außerhalb der Ställe sind das Markenzeichen in der Schäferei Schuster in Beuster. Die ersten Lämmer dieses Jahres erblickten nicht nur zur Osterzeit das Licht der Welt, sondern schon Mitte Februar.

So erblickten in diesem Jahr bereits am 15. Februar die ersten Lämmer das Licht der Welt. Zehn Tage später, also vor gut einem Monat, gerieten die 500 Mutterschafe in regelrechte „Geburtslaune“. 400 Lämmer, darunter viele Zwillinge und Drillinge, tummeln sich in verschieden gestaffelten Ställen. Dies ist für Schäfer Axel und seine Frau Kerstin die Zeit, wo an einen geregelten Schlaf nicht zu denken ist. Die Betreuung des Nachwuchses im Stall einschließlich der Nachsorge und auch Geburtshilfe nehmen die Tages- und Nachtzeit der beiden voll in Anspruch. Die Mutterschafe, die gerade gelammt haben, bekommen mit ihrem Nachwuchs einen extra Platz in einer Box. So können sie noch mehr Aufmerksamkeit durch Schusters bekommen. Als AZ den Betrieb besuchte, wurde dort gerade frisches Stroh und Heu ausgebracht. Da Sonnenschein fehlte, hielten sich die über 400 Lämmer in der geschützten Halle auf.

Axel Schuster (l.) und sein Mitarbeiter Markus Reppin geben den beiden jungen Burenziegen einige zusätzliche Streicheleinheiten.

Auch dem Beusteraner Betrieb macht die Wolfsproblematik zu schaffen. Neben den Eseln, die in der Herde beim Weidetrieb ihren Platz haben, investierte der Schäfer neben den vorhandenen Schutzvorrichtungen auch erstmalig in vier Herdenschutzhunde. Diese einhalb- bis einjährigen Hunde wurden beim Züchter in Mecklenburg beziehungsweise in Niedersachsen in der Schafherde geboren und sind so auf die Schafe geprägt. Mit der staatlichen Unterstützung sieht es nicht, wie so oft beteuert, gut aus. Verschiedene Zertifizierungen für die neuen Hunde und auch für den Schäfer sind nötig, damit eine finanzielle Unterstützung erfolgen kann.

Von Walter Schaffer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare