„Da muss Leben rein“

Schandfleck Seeko-Konservenfabrik: Erneute Versteigerung geplant

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Das einstige Gelände der Seehäuser Konservenfabrik ist einer der größten Schandflecke in der Hansestadt Seehausen. Nach dem misslungenen Versuch der Versteigerung vor einigen Jahren soll diesbezüglich in nächster Zeit ein erneuter Anlauf gestartet werden.

Seehausen. Zu den größten Schandflecken in Seehausens Innenstadt gehört das Gelände der einstigen Seeko-Konservenfabrik.

Der Hof des ehemaligen Produktionsbetriebes ist zugewachsen, das Kraut zwischen den Betonplatten sprießt unaufhörlich, Dächer stürzen ein, Fassaden bröckeln ab. Die Gebäude des in den 1990er Jahren in Konkurs gegangenen Unternehmens sind unaufhörlich dem Verfall preisgegeben. Nicht viel besser sieht es mit dem ehemaligen Verwaltungsgebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite aus. Dort prangt noch das Schild mit der Aufschrift „Vorsicht! Gabelstaplerverkehr“, doch die fahren schon lange nicht mehr auf der Fabrikstraße entlang. Viele Wischestädter schämen sich für den Zustand und wünschen sich eine Lösung für das Areal inmitten des Ortskerns.

Schon vor einigen Jahren sollten die Objekte auf einer Versteigerung meistbietend angeboten werden, doch es fand sich nicht ein einziger Interessent. Nun will Verbandsgemeindebürgermeister Dr. Robert Reck hinsichtlich der Versteigerung einen erneuten Anlauf unternehmen. Obwohl der Termin noch nicht feststeht, können sich Interessenten in der Verwaltung als potenzielle Bieter schon registrieren lassen, sagte er im AZ-Gespräch. Für den Verbandsgemeindebürgermeister habe das Gelände im Ortskern eine attraktive Lage. „Da muss Leben rein.“ Er könnte sich vorstellen, dass nach dem Abriss der maroden Bauten ein Investor neue Wohnmöglichkeiten entstehen lässt. „Und man sollte auch Grün für ein behagliches Umfeld schaffen.“ Der Verwaltungschef könnte sich zudem auch einige Parkflächen dort vorstellen.

Von Thomas Westermann

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