Kinder aus „Wichtelhausen“ sehen Obst zu Saft werden

Mondgruppe drückt den Apfel aus

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Robin Feldmann (l.) und Stefan Schulz mit den Kindern am Auffangbehälter: Die Kleinen waren erstaunt, wie trocken der Treber ist.

Kossebau / Diesdorf. Das Projekt „Apfel“, welches die Kita „Wichtelhausen“ aus Kossebau mit der „Frischeküche“ im Haus gestartet hatte, war bisher ein voller Erfolg.

Muttis, Vatis, einige Bürger und die Kinder selbst sammelten in den zurückliegenden Tagen rund 900 Kilogramm Äpfel. Und diese knappe Tonne an Äpfeln wurde jetzt vor den Augen der „Mondgruppe“, der „großen Gruppe der Kindertagesstätte in der Mosterei Diesdorf mit dem Mostmobil zu Apfelsaft verarbeitet.

Mit dabei die Erzieherinnen Christina Wolter und Birgitt Gabel, die das Projekt von Anfang an unterstützten. „Für die Kinder war das ein ganz besonderes Erlebnis, selbst zu sehen, wie aus Äpfeln Most gewonnen wird“, berichtete Wolter. Die Äpfel hatte die Mosterei im Vorfeld abgeholt und der fertige Saft wird auch wieder in Kossebau angeliefert. „Über diesen Service sind wir sehr froh“, dankte Birgit Gabel. Sie informierte, dass sämtliche Speisen für die Kinder und die Erzieherinnen sowie auch zunehmend für Senioren in der Frischküche selbst gekocht beziehungsweise zubereitet werden.

„Das Essen schmeckt und wir sind alle froh, dass wir die Frischeküche haben“, berichtet Christina Wolter. Auch der Apfelsaft kommt wieder allen zugute. Doch bevor das Saftmobil in Aktion bestaunt werden konnte, gab es einen kleinen Firmenrundgang in der Süßmost- und Weinkelterei Diesdorf. Dabei durften die Kinder sogar Gabelstapler fahren, aber nur in Miniatur. Das war für viele schon ein Genuss. Doch der Höhepunkt war, wie die Äpfel in dem fahrbaren Mostmobil zu Apfelsaft verarbeitet wurden – über ein Förderband in die Waschwanne, waschen, zerkleinern, pressen und Most abfüllen. Fast alle hatte noch nie Treber (was von den Äpfeln übrig bleibt) gesehen und waren erstaunt, dass dieser Treber recht trocken war und als Futter Verwendung findet. Firmenchef Stefan Schulz musste fast alle Kinder auf die Arme nehmen, damit sie sehen konnten, wie die Waschanlage funktioniert. „Mosten kann mitunter ganz schön schwer sein“, schmunzelte er und nahm dabei den vierjährigen Willi Opitz auf den Arm, der schon drängelte. Andrang weiter an der Abfüllanlage. Jeder wollte eine Fünf-Liter-Saftbox selbst abpacken. Die Reihen lichteten sich dort schnell, als Firmenchefin Tatiana Schulz zum Apfelpunsch einlud.

Von Rüdiger Lange

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