Neues Stadtoberhaupt gibt 75 Euro, damit Werbens zentraler Streit endet

„Möge Frieden einkehren“

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Arneburg-Goldbecks Schiedstelle soll den Streit um den Biedermeiermarkt beilegen.

Werben. Das designierte Neu-Stadtoberhaupt der weltkleinsten Hansestadt will einen der schwelendsten Konflikte in Werben beenden. Dazu hat Wolfgang Tacke, der am 13. November die Stichwahl gegen Wolfgang Trösken gewann, die Schiedsstelle der Verbandsgemeinde eingeschaltet.

Damit die seit diesem Sommer laufende Auseinandersetzung zwischen dem Arbeitskreis Werbener Altstadt (AWA) und dem Mühlenverein um die Ausrichtung des Werbener Biedermeier-Christmarkts gütlich beigelegt wird.

Diese Variante der Streitschlichtung schlägt der Parteilose vor allem aus Kostengründen vor. „Wählt man einen hauptberuflichen Mediator, kostet solch ein Prozess in der Regel mehrere hundert Euro“, hat Tacke diese Woche in einem Brief an die beiden Vereinsvorsitzenden Werner Eifrig (AWA) und Michael Schnelle mitgeteilt.

Dass auch das Schlichtungsverfahren mit Arneburg-Goldbecks Schiedsstelle um Leiterin Angelika Wichmann Geld kostet, hat Werbens Bald-Stadtoberhaupt bereits ermittelt. Die 75 Euro Verwaltungsgebühr will er nach eigenen Angaben jeweils zur Hälfte als „zweckgebundene Spende“ auf die Konten der beiden Vereine überweisen – „und so ein Schiedsverfahren in Gang setzen“. Die beiden Vorsitzenden sollen den zweckgebundenen Betrag dann auf das Konto der Schiedsstelle überweisen. „So bekundet ihr Euren festen Willen, an einer gütlichen Einigung zu arbeiten“, heißt es in Tackes Schreiben an Eifrig und Schnelle.

Die Schiedsstelle werde bereits am 6. Dezember zu einer internen Beratung zusammenkommen, um die beabsichtigte Streitschlichtung vorzubesprechen, erklärt das neue Stadtoberhaupt. Erste Schlichtungsgespräche sollen demnach ab 16. Januar starten können. „So, nun wisst Ihr, welchen (geheimen) Neujahrswunsch Ihr unter dem Herzen tragen könntet, wenn Ihr nur wolltet“, gibt sich Tacke als „Bürgermeister in spe“ zuversichtlich, dass sein Plan aufgehen könnte. „Gemeinsam sind wir stark – zum Wohle Werben“, sagt er.

Der Konflikt gilt als Auslöser für den Doppelrücktritt von Bürgermeister Jochen Hufschmidt und Vize Bernd Schulze. Und führte zur Absage des diesjährigen Christmarkts.

Von Antje Mahrhold

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