„Hier – Ihr Industriestandort“

Mit Werbetafeln sollen Investoren für Seehausen gewonnen werden

Drei Männer installieren Werbeschilder für Seehäuser Industriegebiet
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Mitarbeiter eines Groß Garzer Unternehmens stellten am Mittwoch die Schilder an der B 189 auf.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. Gut Ding will Weile haben: Lange hat es gedauert, aber seit gestern stehen die Werbeschilder für das künftige Industriegebiet an der Autobahn 14 bei Seehausen. Mitarbeiter eines Groß Garzer Unternehmens installierten die Werbebotschafter an der Bundesstraße 189.

Ursprünglich sollten die Schilder, die ein Designer in Krevese herstellte, schon im September aufgestellt sein. Doch Lieferengpässe und Coronafälle beim metallverarbeitenden Betrieb sorgten für die Verzögerung. Die Maße der Schilder belaufen sich auf eine Größe von 3,5 mal 4,5 Metern. Die Gesamtkosten mit Genehmigungen, Statik und weiteren Dingen belaufen sich auf circa 22 000 Euro. Ursprünglich war im vergangenen Jahr im Haushalt der Verbandsgemeinde 7000 Euro an Geld eingestellt. Doch schnell war klar, dass die Summe nicht ausreicht und deshalb finanziell nachgebessert werden musste.

Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) setzt in dieser Werbeaktion große Hoffnungen und begründet diese im Gespräch mit der AZ. Der Flächennutzungsplan für das Areal sei fertig, nun werde der Bebauungsplan für das Areal erstellt. Das Gewerbegebiet sei nicht nur für Seehausen gut, sondern für die gesamte Region, schätzt der Verwaltungschef ein. Laut Kloth ist die Lage des Gewerbegebietes optimal. Künftig verlaufen die A 14 dort und auch die B 190n, falls Letztere gebaut werden sollte. Nicht weit entfernt sei zudem die Elbestadt Wittenberge mit Hafen und Bahnanbindung. Die Aufschrift „Hier – Ihr Industriestandort direkt an der A 14 – www.seehausen-altmark.de“ auf den Schildern ist in Worten recht knapp bemessen, hat aber Gründe. „So können Unternehmer, die Ansiedlungen vorhaben, die Informationen schnell aufnehmen und auf die Internetseite gehen, um weitere Informationen und Ansprechpartner zu finden“, so Kloth. Noch ist nicht geklärt, wie die Grundstücke auf dem circa 30 Hektar großen Gelände, die sich teils in Eigentum der Hansestadt Seehausen und teils in privater Hand befinden, vermarktet werden. Ein weiterer Schritt wäre der Ankauf von Flächen und die Erschließung. Übrigens sind potenzielle Investoren schon im wischestädtischen Rathaus vorstellig geworden. „Wir haben schon verschiedene Gespräche geführt“, sagt der Verbandsgemeindebürgermeister. „So hat ein familiengeführter fleischverarbeitender Betrieb in der Nähe von Hamburg Interesse, sich auf dem neuen Industriegebiet vor den Toren Seehausens anzusiedeln.“

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