Badförderer fühlen sich bei Beckensanierung im Stich gelassen

Minister Stahlknecht unter Beschuss

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Mehr Hilfe bei der Beckensanierung hat Dr. Walter Fiedler (r.) von Minister Holger Stahlknecht erwartet.

Seehausen. Enttäuscht sind die Mitglieder des Fördervereins für das Seehäuser Waldbad von Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht, der auch für die Sportstätten des Landes verantwortlich ist.

Sie erhofften von ihm bei seinem Besuch im vergangenen Sommer Unterstützung für die dringend erforderliche Sanierung des Schwimmerbeckens. Es gebe keine Förderung bei einer kommerziellen Nutzung, wie sie in Seehausen praktiziert werde. Wenn es einen Sportverein geben würde, der die Anlage nutzt, „würde die Sache schon anders aussehen“, sagte der Politiker damals vor Ort.

Seinen Unmut darüber drückten die Förderer auf ihrer Jahreshauptversammlung am Dienstag aus. Vorsitzender Dr. Walter Fiedler erinnerte daran, dass „einige gestellte Anträge von verschiedensten Behörden mit recht fragwürdigen Begründungen abgelehnt worden waren“. Der Chef-Förderer machte auf die im Vorfeld des Ministerbesuchs organisierte Unterschriftenaktion zum Erhalt des Bades aufmerksam. 2552 Personen beteiligten sich daran. Dr. Fiedler wörtlich am Dienstag: „Leider waren auch die Aussagen des Herrn Ministers nur Floskeln. Wirkliche Hinweise zur Lösung unserer Problematik erhielten wir nicht.“

Es müsse doch Möglichkeiten geben, Förderungen für den ländlichen Raum zu bekommen, meint Vereinsmitglied Frank Wiese, der auch dem Stendaler Kreistag angehört. Es fehle Geist im Gehirn der politisch Verantwortlichen, schimpft der Seehäuser.

Dr. Fiedler gibt sich trotz aller Widrigkeiten optimistisch, dass die Sanierung des Beckens gelingen werde. „Wir wollen das nicht auf eine erpresserische Tour umsetzen, aber steter Tropfen höhlt den Stein“, so der Wischestädter an dem Abend.

Von Thomas Westermann

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