Verbandsgemeinde Seehausen startet Nistkasten-Aktion

Mit Meisen gegen Spinnerraupen

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Hans Hildebrandt (v.l.), Uwe Grahl, Rüdiger Kloth, Hartmut Wecke und Daniela Hanneder kümmerten sich gestern um das Anbringen der Nistkästen an Bäumen, die sich am Verbindungsweg zwischen Pollitz und Groß Garz befinden. Der Bau von weiteren Nisthilfen für Meisen wird folgen.

Seehausen – Der Umwelt zuliebe ist der Wische-Verein eifrig dabei, Nistkästen zu zimmern, die dann in verschiedenen Orten an Bäumen angebracht werden.

Von den Aktionen ließen sich Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth sowie Hans Hildebrandt, Vorsitzender des Verbandsgemeinderates und Bürgermeister der Gemeinde Aland, inspirieren. Diesbezüglich wurde Kontakt zur Umwelt- und Landschaftssanierung Altmark GmbH in Beetzendorf aufgenommen, die in Krüden eine Holzwerkstatt betreibt. Dort wurden von der Verbandsgemeinde die ersten 50 Nistkästen in Auftrag gegeben und finanziert. Die Bleche für die Dachabdeckung sponserte der Seehäuser Dachdeckermeister Steffen Bensch, freut sich Hildebrandt.

Gestern brachten Hartmut Wecke, Uwe Grahl und Daniela Hanneder im Beisein von Kloth und Hildebrandt die Nistkästen am Verbindungsweg zwischen Pollitz und Groß Garz an. „Der Umwelt zuliebe“, sagte der Verbandsgemeindebürgermeister gegenüber der AZ. Weitere Nistkästen werden folgen und an jenen Straßen befestigt, die sich in Trägerschaft der Verbandsgemeinde befinden, kündigt der Verwaltungschef an. Es sollen in erster Linie solche Strecken ausgesucht werden, an denen sich Eichen befinden. Bei den Kästen handelt es sich um Nisthilfen für Meisen – und dies aus gutem Grund. Kloth geht davon aus, dass die Vögel auch die Raupen des Eichenprozessionsspinners, kurz EPS genannt, auf dem Speiseplan haben. Sicherlich werde dadurch nicht die herkömmliche Bekämpfung aus der Luft und vom Boden aus ersetzt, aber die eine oder andere Raupe könnte schon durch die Vögel verschwinden, hofft Kloth. Zudem werden Nistplätze immer weniger. Da seien Nistkästen für die Vögel optimal, zudem sie vor Nesträubern wie Waschbär und Marder besser geschützt sind. „Die kommen dann nicht so schnell an die Eier oder Jungvögel“, meint der Verwaltungschef.

Die Initiative der Verbandsgemeinde in Sachen Nistkastenbau wird übrigens von zwei weiteren Kommunen aufgegriffen. Die Hansestadt Seehausen und die Gemeinde Aland haben ebenfalls schon den Bau in Auftrag gegeben. „Vielleicht macht dies Schule und weitere Gemeinden machen mit“, wünscht sich Kloth.

VON THOMAS WESTERMANN

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