Seit Sommer 2018 wird in den Wiesen gebaut,

Mehr Schutz für Wanzeraner: Einwohner werden über Deich- und Straßenbau informiert

Für circa 3,5 Millionen Euro entsteht bei Wanzer ein neuer Deich. Die Arbeiten sollen im nächsten Jahr abgeschlossen werden. Fotos: Westermann
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Für circa 3,5 Millionen Euro entsteht bei Wanzer ein neuer Deich. Die Arbeiten sollen im nächsten Jahr abgeschlossen werden. Fotos: Westermann

Wanzer – Seit Sommer 2018 wird in den Wiesen zwischen Aland und dem Dorf Wanzer gebaut, um einen modernen standsicheren Deich zu schaffen. Mehr als 180 000 Kubikmeter Boden und Baustoffe werden bewegt, und ein Großteil davon wird vor Ort gewonnen.

Die Bodengewinnung begann schon im Jahr 2017. Nach Fertigstellung werden sich die Entnahmestellen als Auen- und Flutrinnenbiotop entwickeln.

Die Deichlänge beträgt 1400 Meter, die Höhe 5,40 Meter. Laut technischen Projektdaten handelt es sich um einen Dreizonendeich mit mineralischer Dichtung, der vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) Sachsen-Anhalt in Auftrag gegeben worden war. Die Baukosten belaufen sich auf circa 3,5 Millionen Euro. Fertigstellung ist im nächsten Jahr geplant.

An der Bockwindmühle bei Wanzer ist der Deich schon seit einiger Zeit fertig.

Auf Wunsch der Wanzeraner hatte das Bauamt der Verbandsgemeinde Seehausen am Mittwochabend zur Einwohnerversammlung in den Mehrzweckraum des Alanddorfes eingeladen. Osterburgs Flussbereichsleiter Hans-Jörg Steingraf vom LHW erinnerte daran, dass die Maßnahme im Vorfeld viel Kopfzerbrechen bereitet habe. Erste Gedanken machte man sich schon 2014. Nun, fünf Jahre später, „ist der Baufortschritt ziemlich weit“.

Ein weiteres Vorhaben ist der Neubau der Deichstraße in der Ortslage. Auskünfte dazu kamen von Planer Peter Pickler, der den Ablauf der Maßnahme in drei Teilstücken ankündigte. Die vorhandene Breite von drei Metern werde beibehalten, vorhandene Zufahrten und weitere Dinge werden wieder hergestellt. Als Material kommt neues Betonrechteckpflaster zum Einsatz, wie es gegenwärtig schon auf der Deichstraße vorhanden ist. Ende dieses Jahres sollen die Ausschreibungen getätigt werden, im Frühjahr 2020 soll der Bau loslegen. Die Arbeiten werden hundertprozentig aus dem Programm für die Beseitigung von Hochwasserschäden finanziert. Das Positive für die Anwohner – sie werden nicht zur Kasse gebeten.

VON THOMAS WESTERMANN

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