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Mehr Komfort für Wohnmobilisten

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Von: Thomas Westermann

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Zwei Frauen vor Caravan-Stellplatz-Schild
Doreen Neumann (l.) und Corinna Deistler vor dem neu gestalteten Schild am Seehäuser Caravan-Stellplatz. Die beiden Frauen kümmern sich um das Wohl der Wohnmobilisten und geben auch Tipps zu Sehenswürdigkeiten. © Thomas Westermann

Seehausen. Wohnmobilisten, die auf Entdeckungstour durch die nördliche Altmark fahren, finden in idyllischer Lage in Seehausen einen Stellplatz, der seit dieses Jahr sogar kostenlos genutzt werden kann. Grund ist ein Antrag auf Förderung seitens der Stadt für eine weitere Modernisierung des Areals am Umfluter. Deshalb dürfen keine Gebühren erhoben werden.

Durch den Wegfall der Standgebühren für Übernachtungen ist es möglich, eine Förderung aus dem Rele-Teilprogramm „touristische Infrastruktur“ zu beantragen. Rele steht für regionale ländliche Entwicklung. Das will der Stadtrat auf seiner nächsten Sitzung in der kommenden Woche auf den Weg bringen. Verschiedene Vorhaben sind auf dem Gelände angedacht. So soll der Weg, der nach Regenfällen etliche Pfützen aufweist, mit einer wassergebundenen Decke befestigt werden. Außerdem sollen an der Stadtmauer drei neue Stellflächen mittels Rasengittersteinen entstehen. Zwei weitere Stromsäulen sollen ebenfalls installiert werden. Hinzu kommt die Errichtung eines Automaten zur Reinigung von Chemietoiletten. Auf der Liste steht weiter die Einfriedung des Müllcontainerplatzes mit Zugangsbeschränkung durch Chips sowie die Ausweitung des WLAN-Signals für den gesamten Caravanplatz mit einem passwortgeschützten Zugang. Und nicht zuletzt soll eine Barriere zum Teich durch Bepflanzung erfolgen, damit dort kein Fahrzeug zu dicht parkt und schlimmstenfalls in das Gewässer abrutscht.

Die Investitionen sind nicht gerade billig. Laut Schätzung des Bauamtes werden diese Arbeiten Gesamtkosten von über 225 000 Euro brutto verursachen. Falls der Antrag der Stadt positiv beschieden werden sollte, könnte die Förderung sich auf bis zu 90 Prozent belaufen. Die beantragten Fördermittel betragen dann über 203 000 Euro, der Eigenanteil der Stadt würde sich auf über 22 000 Euro bewegen. Bürgermeister Detlef Neumann wünscht sich die Umsetzung der Maßnahmen, denn der Caravan-Stellplatz werde in der Saison sehr gut frequentiert. Das wissen auch Doreen Neumann und Corinna Deistler von der Touristinfo, die 2021 weit über 600 Übernachtungen gezählt haben.

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