Polizei ahndet Verstöße

Mehr als 100 Kilometer überprüft: Deichschau rückt Hochwasserschutz in den Fokus

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Die Deiche rücken in den Fokus: Einmal im Jahr findet eine Begutachtung der Anlagen statt.

Seehausen – Dass Hochwasserschutzanlagen nicht nur in unserer Region von existenzieller Bedeutung sind, dürfte wohl jedem klar sein.

Deshalb ist die jährlich stattfindende Begutachtung der Deiche, die sogenannte Deichschau, für den Hochwasserschutz stets von immenser Bedeutung.

Unter der Verantwortung des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft Sachsen-Anhalt (LHW) kontrollierten in den letzten Tagen jeweils drei Gruppen zu je neun bis zwölf Personen die in der Region vorhandenen Deiche und andere Hochwasserschutzanlagen. Zu den „Kontrolleuren“, die der Einladung des Flussbereichsleiters Hans-Jörg Steingraf gefolgt sind, gehörten neben Mitarbeitern der LHW auch Vertreter der Kommune, wie Verbandsgemeindeoberhaupt Rüdiger Kloth (CDU), die Wasserwehr, berufsständische Organisationen aus Land und Forst, Angler, Jäger und Naturschützer.

Überprüft wurden rund 60 Kilometer Wischedeich (Elbe) und 62 Kilometer des Alandverbundes. Bedingt durch die heiße und trockene Witterung des letzten Jahres traten vermehrt Schäden an der Grasnarbe auf, die bei entsprechender Wetterlage beseitigt werden. Aber auch die vermehrten Bestände von Schwarzwild haben ihre Spuren im und am Deich hinterlassen.

Das unerlaubte Befahren der Anlagen hielt sich im Stand der Vorjahre, wobei in diesem Jahr durch die Polizei, die mit bei den Kontrollen vor Ort war, Verstöße sofort geahndet wurden. Durch die Fertigstellung des Aland-Überleitungsbauwerkes bei Wanzer nahmen in diesem Bereich erstmals auch Vertreter aus Niedersachsen an der Deichschau teil. Zu den illegal auf den Deichen aufgestellten Bänken wurde gesagt, dass diese in der nächsten Zeit entfernt werden.

VON WALTER SCHAFFER

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