Agaplesion-Krankenhaus Seehausen seit 20 Jahren in Diakonie-Hand / Feierstunde zum Jubiläum

Maria Theis resümiert gutes Jahr

Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik wohnen der Veranstaltung zum 20. Jahrestag im Krankenhaus bei.
+
Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik wohnen der Veranstaltung zum 20. Jahrestag im Krankenhaus bei.

Seehausen. Die Wurzeln des heutigen Agaplesion-Diakoniekrankenhauses in Seehausen reichen bis in das Jahr 1892 zurück.

Nach rund sechsjähriger Bauzeit wurde damals das neue Krankenhaus mit einer Kapazität von 26 Betten und einer veranschlagten Bausumme von 40 000 Mark feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Die ersten beiden Diakonissinnen, die dort ihren Dienst versahen, kamen aus dem Stift Bethlehem bei Ludwigslust.

Am Freitag stand wieder eine Feierstunde im Krankenhaus an. Vor 20 Jahren ging die Einrichtung in die Trägerschaft der Diakonie über. Rund 100 geladene Gäste aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung und Politik sowie zahlreiche abkömmliche Mitarbeiter der Einrichtung konnte deren Geschäftsführerin Maria Theis im Erdgeschoss neben der Notfallaufnahme begrüßen. Das Programm wurde mit dem geistlichen Wort durch Dr. Lothar Elsner, Theologischer Vorstand der Bethanien Diakonissen-Stiftung Frankfurt, eröffnet. Als Aufhänger wählte er die Geschichte aus dem Markus Evangelium, als Jesus zu einem Gelähmten folgende Worte sprach: „Steh auf, nimm dein Bett und geh heim.“ Ein Mensch kann wieder in sein eigenes Leben gehen, weil es einen anderen gibt, der die Last des Schuldgefühls (Krankheit) von seinen Schultern nimmt. Dieser Grundgedanke des diakonischen Handelns zog sich auch durch die weiteren Grußworte von Gerhard Hallenberger, Vorstand Agaplesion, und vom Oberkirchenrat, Eberhard Grüneberg, von der Diakonie Mitteldeutschland. Dieser hatte sich für seine Rede etwas Besonderes einfallen lassen, denn seine Worte trug er in gekonnter Reimform vor. Dr. Walter Fiedler, der ein gehöriges Stück Krankenhausgeschichte nicht nur mitgeschrieben, sondern auch in einer Chronik festgehalten hat, bekam die ehrenvolle Aufgabe, in einem Vortrag die Anfänge der 20-jährigen Diakoniegeschichte aufzulisten und zu interpretieren.

Festlich umrahmt wurde die Feierstunde durch Musik von Dr. Gisela Freuer und Dr. Ralph Netal, die unter anderem Musik von Johann Sebastian Bach gekonnt zu Gehör brachten. Bevor die Geschäftsführerin alle Anwesenden zu einem Sektempfang mit Imbiss einlud, gab sie einen Rück- und Ausblick über die angebotenen Leistungen und Qualifizierungen am Krankenhaus. Trotz des Hochwassers bezeichnete sie das vergangene Jahr als eine gute Zeit und gab der Hoffnung Ausdruck, dass auch weiterhin zahlreiche Menschen die ausgezeichneten Leistungen des Krankenhauses in Anspruch nehmen werden, denn nur dadurch hat das Krankenhaus Bestand. Für zahlreiche Mitmenschen dürfte ihre Information, dass zurzeit eine Projektgruppe am Krankenhaus ein „Demenz-sensibles-Zentrum“ aufbaut, doch von großem Interesse sein.

Von Walter Schaffer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare