Kirchenführer für St. Petri werden knapp

Es mangelt an Nachwuchs

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Die Kirchenführer, die in St. Petri zu Seehausen über Architektur und Baukunst informieren, werden knapp. Die Gewinnung von Nachwuchs gestaltet sich äußerst schwierig.

Seehausen. Seit einigen Jahren wird von Frühjahr bis Herbst das St. -Petri-Gotteshaus in Seehausen zu einer sogenannten offenen Kirche.

Touristen können sich in dem sakralen Gemäuer umschauen und bekommen von ehrenamtlichen Führern Wissenswertes über die Geschichte zu erfahren.

Doch mittlerweile würden die Ehrenamtlichen immer mehr zur Mangelware, weiß Dr. Walter Fiedler, der in der Hansestadt nicht nur die Funktion des Vize-Bürgermeisters bekleidet, sondern auch als Stadtführer unterwegs ist. Bei der jüngsten Sitzung der Arbeitsgruppe Kultur sprach der Mediziner im Ruhestand die Problematik an. Priorität habe die Gewinnung von neuen Mitstreitern, um „die Angebote aufrechterhalten zu können“. Der Seehäuser macht kein Geheimnis daraus, dass es Schwierigkeiten bei der personellen Besetzung gebe. Das Durchschnittsalter liege bei über 70 Jahren.

Bürgermeister Detlef Neumann machte sich schon vor längerer Zeit in die Spur, um Nachwuchs zu rekrutieren, das sich alles andere als leicht gestaltet. Diesbezüglich führte er beispielsweise Gespräche mit Lehrern im Ruhestand, die für eine solche Aufgabe geeignet wären. Das Stadtoberhaupt weiß genauso wie sein Vize, dass Aufbauarbeit nötig sei. Man müsse nicht ein Kirchgänger sein, um als Führer im Gotteshaus tätig zu werden. Vielmehr stünden dabei die Vermittlung von Wissen über Architektur und Baukunst im Vordergrund.

Von Thomas Westermann

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