Aus der Luft bekämpft

Nur wenige Minuten waren zum Betanken mit Kerosin nötig, dann ging es wieder der nächsten Fläche zu Leibe.

Pollitz - Von Walter Schaffer. Nachdem vor einigen Tagen die Spritzaktion gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners an einzeln stehenden Eichenbäumen vom Boden aus begonnen hatte, waren jetzt die Bedingungen für den Einsatz des Hubschraubers gegeben.Regen war seitens des Wetterberichtes nicht angesagt , und auch die maximal zulässige Windgeschwindigkeit lag unter fünf Meter pro Sekunde (18km/h).

Als Stützpunkt für den Eurocopter der Firma Helix aus Neuenstein in Baden-Württemberg war wieder der Sportplatz in Pollitz ausgesucht worden. Die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr des Ortes hatten die Bereitstellung des nötigen Wassers zur Herstellung der Spritzbrühe übernommen. 39 Liter des Mittels „Dipel ES“ wurden mit Wasser verdünnt, bis sich mit 650 Liter Spritzbrühe eine Tankfüllung des Helis ergab. Damit konnten bei einem Flug in zehn Meter Höhe über den Baumwipfeln 13 Hektar eingesprüht werden. Dabei wurde mit einer Geschwindigkeit von Tempo 70 geflogen. Ein Flug dauerte rund zwölf Minuten. Auf einer Fläche von 600 Hektar wurden in der Altmark die Eichenbestände von der Luft aus besprüht. Dabei kam im Bereich Süd, das ist der Bereich Tangermünde und Gardelegen, ein zweiter Hubschrauber zum Einsatz.

Begleitet wurde die Aktion von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, die als Ziel die Erhaltung des landschaftsprägenden Eichenbaumbestandes ansieht. Neben der Leiterin des Forstamtes Nordwestliche Altmark, Katja Döge, war auch der Leiter des Revieres Bömenzien, Wolfgang Zioch, und Christa Bauer als Mitglied der Forstbetriebsgemeinschaft Elbe-Aland-Winkel anwesend. Seitens der Verbandsgemeinde Hansestadt Seehausen führte Horst Sandmann vom Ordnungsamt die nötigen Absprachen mit den Piloten und der Polizei, die an der B190 und der Kreisstraße die zeitweiligen Sperrungen des Kraftverkehrs vornahmen. Die Bürgermeister der anliegenden Gemeinden Reinhard Schwarz, Hans Hildebrandt und Uwe Seifert verschafften sich vor Ort einen Überblick und gaben der Hoffnung Ausdruck, dass die Aktion die Raupen vernichtet und so die gesundheitlichen Risiken und Belästigungen für die Bevölkerung minimiert werden.

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