Personelle Verstärkung in der Verbandsgemeinde / Akquisitorin Lisa Weigelt legt sich ins Zeug

Lotsin durch den Förder-Dschungel

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Bürgermeister Rüdiger Kloth setzt auf Lisa Weigelts Fachwissen.

Seehausen. Jung, dynamisch, qualifiziert, fachlich schon erfahren – und dann noch eine Rückkehrerin! Lisa Weigelt erfüllt fraglos das Idealbild jedes suchenden Personalverantwortlichen, insbesondere in öffentlichen Verwaltungen einer ländlichen, eher strukturschwachen Region.

Entsprechend freut sich Verbandsgemeinde-Bürgermeister Rüdiger Kloth über die Verstärkung. 

Seit Jahresanfang ist die diplomierte Verwaltungsfachwirtin (duale Ausbildung und Studium im niedersächsischen Seelze) in der Verbandsgemeinde als Sachbearbeiterin für Fördermittelakquise und Wirtschaftsförderung zuständig. Ihre Schwerpunktaufgabe sei zunächst die Fördermittel-Thematik, schrittweise soll im Laufe der Zeit die Wirtschaftsförderung mehr Gewicht erhalten, so Kloth. Diese Notwendigkeit hatte der Bürgermeister bereits bei seiner Wahl zum Ausdruck gebracht.

Anteilig mit Fördergeld bereits umgebaut wurde diese Haltestelle bei Schönberg.

So ist die Neue im Rathaus auch Hoffnungsträgerin – in einem Tätigkeitsfeld, das angesichts chronisch klammer Kassen gerade für die Entwicklung kleinerer Gebietskörperschaften von wachsender Bedeutung ist. Zumal überschaubare Verwaltungseinheiten angesichts der Komplexität der Fördersysteme sowie der mit Suche, Antragstellung, Begleitung und Nachbearbeitung verbundenen formellen und juristischen Hürden personell nicht selten überfordert sind.

Lisa Weigelt weiß um die mit ihrer Person verknüpften Erwartungen in der rund 40-köpfigen Verwaltung. Allerdings befindet sie sich in Seehausen nicht auf einem für sie komplett neuen beruflichen Terrain. In den vergangenen fünf Jahren hat sie im ALFF (Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten) zunächst in Stendal und später in Salzwedel mit Agrarförderung, Vergabe- und Vertragsrecht sowie Liegenschaften ein ähnliches Aufgabenfeld beackert.

Nun also Seehausen. Für die 27-Jährige ist die neue berufliche Aufgabe gleich mehrfach eine Rückkehr. Privat wohnt die ledige, noch kinderlose („aber schon vergebene“) junge Frau auf dem elterlichen Hof in Neukirchen. In Seehausen hat sie vor zehn Jahren ihr Abitur gemacht und nach einem Praktikum im Rathaus einst ihren Berufswunsch definiert.

Mit dem Problem Waldbad wartet schon eine ganz große Herausforderung. Hinzu kommen unter anderem Förderanträge für Dorferneuerung, IT-Ausstattung der Grundschulen, Kinderspielplätze in der Altmärkischen Höhe und bessere Ausstattung der Wasserwehr.

Von Frank Schumann

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