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Losser Forst: Landkreis will Besetzer identifizieren

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Von: Thomas Westermann, Stefan Hartmann

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Ein Baumhaus im Losser Forst
Wegen nicht standsicherer Baumhäuser läuft eine Polizeimaßnahme im Losser Forst. © Westermann, Thomas / Archiv

Zwei Hundertschaften, zwei Hebebühnen und sogar ein Räumpanzer sollen im Losser Forst unterwegs sein. Während einer der Aktivisten von einer „scheinbaren Räumung“ spricht, dementiert der Landkreis Stendal.

Eine Maßnahme findet statt, erklärt Landkreissprecherin Angela Vogel auf AZ-Nachfrage. Eine Räumung finde jedoch nicht statt, ergänzt Sebastian Stoll, Erster Beigeordneter, vor Ort gegenüber der AZ. Waldbesetzer seien spätestens mit dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts vom Februar aufgefordert, der vollständigen Umsetzung der Auflagen des Landkreises nachzukommen, erläutert Landrat Patrick Puhlmann in einer Mitteilung. Wie angekündigt hätten regelmäßige Kontrollen stattgefunden. Sicherungsmaßnahmen wie Einzäunungen, da Baumhäuser wegen der vergangenen Stürme absturzgefährdet seien, habe der Landkreis bereits vor Wochen umgesetzt.

Bei den Kontrollen sei wiederholt festgestellt worden, dass die Baumhäuser von Teilnehmern benutzt wurden. Dies sei jedoch bis zum Nachweis der Standsicherheit untersagt. Ansprachen dazu seien regelmäßig erfolgt, wurden jedoch nicht beachtet. Auch hätten die Teilnehmer nicht mit der Versammlungsbehörde kommuniziert. „Um Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten zu können bezüglich der Verstöße gegen die geltende Allgemeinverfügung war es erforderlich, die Identitäten vor Ort festzustellen. Da diese Identitäten bislang nicht freiwillig herausgegeben wurden, findet heute eine entsprechende Maßnahme statt. Vor Beginn der geplanten Maßnahme werden die Betroffen auch heute noch einmal befragt, ob sie sich freiwillig ausweisen möchten“, gibt Stoll als Grund für den Einsatz im Losser Forst an.

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