Leute sollen wachsam sein

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Kreisbedienstete und Angehörige der Bundeswehr erhöhten dieser Tage den Wrechow-Deich zur Gefahrenabwehr. Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Reinhard Schwarz dankt diesen und allen weiteren Helfern für ihr Engagement beim Kampf gegen das Hochwasser.

Seehausen - Von Thomas Westermann. All jene, die Hilfe beim Hochwasser benötigen, werden gebeten, sich beim jeweiligen Bürgermeister der Gemeinde oder bei der der Verbandsgemeinde in Seehausen zu melden. Darauf machte gestern Verbandsgemeindebürgermeister Reinhard Schwarz aufmerksam und ging dabei auf die Situation der Familie Winckelmann in Bömenzien ein, deren Grundstück vom Wasser bedroht ist (Altmark-Zeitung berichtete).

Das Grundstück der besagten Familie sowie das gegenüberliegende Gehöft wurde gestern gesichert. Mehrere Hänger mit gefüllten Sandsäcken ließen die Verantwortlichen anfahren. Verschiedene Bömenziener halfen dann mit, diese Sandsäcke zu verbauen. Die Grundstücke seien nun vernünftig eingedeicht, schätzte Reinhard Schwarz gestern ein. „Wir werden alles tun, um gefährdete Grundstücke zu sichern“, so der Verbandsgemeindebürgermeister weiter.

Hinsichtlich der Gefahrenabwehr wird seit vorgestern bei Aulosen mittels fünf Pumpen Wasser aus dem Schaugraben in die Flutmulde umgeleitet. Diese Maßnahme diene dem Schutz von Grundstücken in Aulosen und zeige Wirkung. Der Wasserstand sei um etwa zehn Zentimeter im Schaugraben gefallen. Reinhard Schwarz machte zudem auf die Schließung des Alandabschlussbauwerkes bei Wanzer und die Flutung der Wrechow- und Garbe-Polder aufmerksam. Diese Maßnahme entlaste die Stadt Seehausen, wie am Wasserstand des Aland zu sehen sei. An der Alandbrücke zwischen Wahrenberg und Scharpenhufe beobachtete der Verbandsgemeindebürgermeister, dass „das Wasser des Flusses um etwa 20 Zentimeter gefallen ist“. Dennoch gibt es noch keinen Grund zur Entwarnung. Kritisch sei der Zustand der aufgeweichten Deiche. So musste dieser Tage eine Sickerstelle am Elbdeich bei Losenrade gesichert werden. Vermehrt treten auch Sickerstellen an den alten Aland-Deichen auf. Das Betreten und das Befahren der Schutzanlagen sollte unbedingt unterlassen werden, so Schwarz. Ein Problem bereitet der gegenwärtige Hochwassertourismus. Diesbezüglich werden Polizeibeamte verstärkte Kontrollen unternehmen.

Obwohl für Schwarz es keinen Grund zur Panik gibt, sei das Gefahrenpotenzial noch sehr hoch. „Die Leute sollen wachsam sein.“ Nach wie vor, so machte der Verbandsgemeindebürgermeister deutlich, bestehe noch Bedarf an Deichläufern, die die Schutzanlagen Tag und Nacht sichten.

Hingegen werden Kräfte zum Befüllen von Sandsäcken gegenwärtig nicht benötigt. Es bestehe ein Vorrat von etwa 10 000 bis 15 000 Säcken. In diesem Zusammenhang bedankt sich Schwarz bei Schülern des Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasiums sowie bei Schülern der Sekundarschule in Seehausen, die dieser Tage unermüdlich Sandsäcke in der Wischestadt gefüllt haben.

Überhaupt dankt der Verbandsgemeindebürgermeister all jenen, die in den vergangenen Tagen gegen das Hochwasser ankämpften. Dazu zählen beispielsweise die Bundeswehrsoldaten, die beim Verbauen von Sandsäcken auf dem Wrechow-Deich mitgeholfen haben, an die Feuerwehrkameraden und Zivilpersonen, die sich spontan zum Füllen der Sandsäcke eingefunden haben, und der Landkreis, der gefüllte Sandsäcke und Personal bereitstellte.

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