Letzte Auflage von Anna Dorothea Mewes / Bücherkirche noch bis Ende September geöffnet

„Lese-Zeit“ macht Lust auf Literatur

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Die vierte und letzte „Lese-Zeit“ in diesem Sommer gestaltete Anna Dorothea Mewes (5.v.l.) am Samstagabend in der Deutscher Kirche. Zuvor stellten Hedwig Nitzsche, Annemarie Timling und Katrin Werner ihre Lieblingsliteratur vor.

Deutsch. Evangelische Christen in und um Deutsch liegt das Lesen am Herzen und sie wollen Lust auf Bücher machen. Insbesondere bei jungen Menschen soll das Interesse am gedruckten Wort geweckt werden.

So riefen die Gläubigen die „Lese-Zeit“ in der Deutscher Kirche ins Leben. Und der Ort ist dafür wie geschaffen, denn seit einigen Jahren avanciert das Gotteshaus in der Gemeinde Zehrental zur „Offenen Bücherkirche“. Literatur der verschiedensten Genres kann kostenlos mitgenommen werden, und die Initiatoren um Marita, Anna Dorothea und Karlheinz Mewes sorgen dafür, dass immer wieder neuer Lesestoff auf den Kirchbänken nachgelegt wird (die AZ berichtete).

Jede Menge Lesestoff gibt es derzeit in der Kirche zu Deutsch. Die Palette reicht von Kinderbüchern bis zu Romanen.

Hinsichtlich der „Lese-Zeit“ sollen auch Kommunikation und Diskussion nicht zu kurz kommen, wenn Akteure Bücher vorstellen, die sie berühren. Den Auftakt machte Anfang Juli Hedwig Nitzsche. Sie schilderte unter anderem die Beziehung zwischen einem Palästinenser und einer Jüdin, die kein gutes Ende genommen hat. Annemarie Timling stellte danach Episoden aus dem Buch „Wissen der Region“ vor und schilderte ihre Kindheitserinnerungen in Jeggel und ihre Erlebnisse mit Flüchtlingen nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Dritte im Bunde war Katrin Werner, die über eine zerrüttete Beziehung zwischen einem Pärchen vorlas, wobei sich der Mann später in Rom absetzte.

Ein Schild am Tor weist auf die „Offene Bücherkirche“ hin, die noch bis Ende September geöffnet ist. 

Die letzte „Lese-Zeit“ in diesem Sommer gestaltete am Sonnabend Anna-Dorothea Mewes. Sie stellte das Buch „Die Hütte – ein Wochenende mit Gott“ des Kanadiers William Paul Young vor, der das Werk als Weihnachtsgeschenk für seine Kinder schrieb und es später drucken ließ. Die 18-jährige Deutscherin wurde auf das Buch aufmerksam, nachdem sie vor einigen Monaten den gleichnamigen Film im Kino gesehen hat. Dabei handelt es sich um ein berührendes Drama über einen Vater, der nach der Entführung und Ermordung seiner Tochter eine Einladung von Gott erhält. Wie bei den drei vorangegangenen „Lese-Zeiten“ gab es nach der Buchvorstellung viel Gesprächsstoff.

Übrigens: Die Bücherkirche ist noch bis Ende September geöffnet, allerdings mit einer kurzen Einschränkung. Aufgrund einer Hochzeit in dem Gotteshaus gibt es ab kommenden Donnerstag, 17. August, bis einschließlich Dienstag, 22. August, keine „Offene Bücherkirche“.

Von Thomas Westermann

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