Unterricht in den drei Schulen der Verbandsgemeinde Seehausen fällt aus / Betreuung abgesichert

Lehrer sagen: „Wir streiken“

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Der reguläre Unterricht an den Grundschulen in Seehausen und Groß Garz sowie an der Gemeinschaftsschule „Johann Joachim Winckelmann“ in der Wischestadt fiel gestern aufgrund des Warnstreiks der Lehrer in Magdeburg aus.

Seehausen/Groß Garz. Der Schulbetrieb aufgrund des Warnstreiks in Magdeburg ruhte gestern in den drei Bildungsstätten der Verbandsgemeinde Seehausen.

Der Grund: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert in der Tarifrunde 2017 die Erhöhung der Tabellenentgelte im Gesamtvolumen von sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und die Erhöhung der Ausbildungsentgelte und der Entgelte der Praktikanten um 90 Euro monatlich.

Seehausens Grundschulleiter Reinhard Rieger verzichtete gestern auf das Anbringen des Transparents mit der Aufschrift „Wir streiken“. „Es beteiligen sich nicht alle Lehrer an der Aktion in Magdeburg“, begründete er seine Entscheidung gegenüber der AZ. Aufgrund des angekündigten Streiks erschienen lediglich rund 75 der insgesamt circa 210 Kinder – etwa zwei Drittel blieben zu Hause. Es gab keinen regulären Unterricht, aber die die Beschäftigung der Grundschüler war durch Pädagogen abgesichert.

Einige Meter weiter, an der Gemeinschaftsschule „Johann Joachim Winckelmann“, kündigte am Zaun ein Transparent den Streik an. Da Schulleiter Axel Giebe und seine Stellvertreterin Anne Reikowski erkrankt sind, übernimmt derzeit Michael Wiesenberg die Führungsaufgaben. Wie er der AZ sagte, beteiligen sich circa zwölf Lehrer beim Warnstreik. Das entspreche etwa die Hälfte der Pädagogen, die an der Schule unterrichten. Von den rund 240 Schülern seien etwa die Hälfte erschienen – vorrangig aus den Klassen fünf bis sieben. Die höheren Klassen blieben zu Hause. Auch in der Gemeinschaftsschule war die Betreuung abgesichert.

Der reguläre Unterricht war ebenfalls in der Groß Garzer Grundschule gestern passé. „Vier Kollegen befinden sich beim Streik in Magdeburg, die Schule ist aber geöffnet“, so deren Chef Gerald Werner. Und: „Die Betreuung und Versorgung ist sichergestellt – bis der letzte Schulbus um 13.50 Uhr abfährt.“

Von Thomas Westermann

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