Kein Unterricht in „Winckelmann“-Lernstätte / Grundschulbetrieb wie immer

Pädagogen sagen: „Wir streiken!“

Streik-Transparent an Seehäuser Gemeinschaftsschule
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Pädagogen der „Winckelmann“-Lernstätte streikten am Dienstag, die Grundschullehrer hingegen nicht.
  • Thomas Westermann
    VonThomas Westermann
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Seehausen. Anders als noch beim vorangegangenen Warnstreik im Jahr 2017 hat sich die Grundschule „Dr. Albert Steinert“ in Seehausen an der Aktion am Dienstag in der Landeshauptstadt Magdeburg nicht beteiligt. Die Tore zur Lernstätte standen weit offen, der Unterricht lief so wie immer ab.

Schulleiter Gerald Werner äußerte sich gegenüber der AZ so: „Ich könnte es nicht gutheißen, angesichts der großen Corona-Inzidenzzahlen die Pädagogen in einen Bus zu setzen und nach Magdeburg zu fahren.“ Zudem seien viele der Lehrer Beamte, für die ein Streik nicht infrage komme. Er könne aber die Motive für einen Streik der Kollegen nachvollziehen.

Zu dem Warnstreik hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) aufgerufen. Anlass dafür sind die Tarifverhandlungen für den Öffentlichen Dienst. Die GEW beklagt, dass die Arbeitgeber bislang kein ausreichendes Angebot gemacht haben und verlangt eine Gehaltssteigerung von fünf Prozent, mindestens aber 150 Euro im Monat. Anders als die Seehäuser Grundschullehrer haben die Pädagogen der wischestädtischen Gemeinschaftsschule „Johann Joachim Winckelmann“ an der Aktion in Magdeburg teilgenommen. Am Tor zur Bildungsstätte hing ein Transparent mit der Aufschrift „Wir streiken“. Auch wenn es keinen Unterricht gab, sicherte das verbliebene Personal die Betreuung der Kinder ab. Der Schulleiter war zu einer Stellungnahme für die AZ nicht erreichbar.

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