„Leerstand aktiv angehen“

Dieser Wohnblock an der Seehäuser Lindenstraße steht fast leer und soll deshalb abgerissen werden.

Seehausen. Die Gesellschaft für Bauen und Wohnen Seehausen (GBS) hat etwa 80 leerstehende Wohnungen. Darüber informierte deren Geschäftsführerin Sabine Hiller den Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung vorgestern Abend. Besonders betroffen vom Leerstand sei der Wohnblock an der Lindenstraße 17 bis 23. Dort seien lediglich acht von den 33 Wohnungen belegt. Für zwei Mietparteien seien bereits Tauschwohnungen fest vereinbart worden, eine Mietpartei habe sich zu 50 Prozent für eine andere Wohnung entschieden, und alle anderen Bewohner haben auf Anfrage bereits ihre Wünsche bezüglich eines Umzuges mitgeteilt.

Im Vorfeld der Stadtratssitzung wandte sich Sabine Hiller an Bürgermeister Ewald Duffe mit der Bitte, eine Beschlussvorlage zur Beantragung von Stadtumbaumitteln für den Abriss des besagten Blocks auf die Tagesordnung zu setzen. Zwar ist vom Gesetzgeber eine Förderung des Abrisses nur für Stadtumbaustädte vorgesehen, zu denen Seehausen allerdings nicht gehört. Allerdings wurden in den vergangenen Jahren Ausnahmen genehmigt. Das heißt, die GBS kann von den sogenannten Öffnungsklauseln profitieren. Vorbereitende Gespräche mit dem zuständigen Ministerium hat es schon gegeben. Der Rückbau und die anschließende Aufwertung der Fläche kann mit bis zu 105 000 Euro gefördert werden.

Sabine Hiller äußerte sich dahingehend, dass der Abriss von Wohnungen eine sensible Angelegenheit sei, da die Mieter ihr vertrautes Wohnumfeld verlieren würden. Dennoch: Es gebe genügend modernisierte Wohnungen im Stadtgebiet.

Die Stadträte begrüßten die Abrissabsichten des besagten Wohnblockes und stimmten einhellig für die Beantragung der Fördermittel. Ratsherr Dr. Walter Fiedler: „Wir müssen den Leerstand von Wohnraum aktiv angehen.“

Von Thomas Westermann

SEEHAUSEN. Der Wohnungsleerstand macht auch nicht vor der Hansestadt Seehausen halt. Aus diesem Grunde ist der Abriss eines Wohnblockes an der Lindenstraße 17 bis 23 geplant. Der Stadtrat beschloss am Donnerstag einstimmig, dafür Fördermittel zu beantragen.

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