„Lebenshilfe durch Musik“

So präsentierte sich das Orchester auf der Bühne den rund 400 Besuchern. Am Ende brachte das Benefizkonzert des MDR-Sinfonieorchesters 7655 Euro für die Lebenshilfe ein. Fotos: Schaffer

Seehausen. „Lebenshilfe durch Musik“ - unter diesem Motto engagieren sich die Musiker des MDR-Sinfonieorchesters seit 1997 für die Lebenshilfe in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In den 14 Jahren Partnerschaft wurden bisher Konzerte in Leipzig, Magdeburg, Jena, Weimar und Meiningen zu Gunsten der Lebenshilfevereine gegeben.

In diesem Jahr spielten am Freitag diese Musiker bei ihrem 12. Konzert für die Lebenshilfe Osterburg in der Wischelandhalle zu Seehausen. Rund 400 Besucher konnte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Uwe Scherf in der einfach, aber geschmackvoll dekorierten Mehrzweckhalle begrüßen. Unter ihnen weilten neben der Geschäftsführerin der Lebenshilfe Osterburg, Regina Bahlke, auch die Bürgermeister der Städte Osterburg, Seehausen und der Verbandsgemeinde Seehausen sowie der frisch gekürte Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Thomas Webel. Uwe Scherf listete die Aufgaben der Lebenshilfe auf und widmete sich dann den beiden Projekten, für die der Erlös des Benefizkonzertes gedacht ist. Zum einen geht es um eine interdisziplinäre Frühförderstelle für die über 100 Kinder im Alter bis zu 6 Jahren, die von der Lebenshilfe betreut und gefördert werden. Um das Leistungsangebot komplexer zu gestalten, soll in Osterburg eine interdisziplinäre Frühförderstelle (IFF) aufgebaut werden. Diese bietet den Kindern heilpädagogische, medizinisch-therapeutische und psychologische Betreuung, Förderung und Beratung unter einem Dach sowie eine erweiterte Vernetzung mit den Fachdiensten vor Ort. Zum zweiten soll eine behindertengerechte Tagesförderung für Rentner entstehen. Es wird als wichtig angesehen, älter werdenden behinderten Menschen eine sinnvolle Tagesstruktur anzubieten, um sie auch weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Beide Projekte erfordern in ihrer Umsetzung bauliche Maßnahmen in einem Haus in der Ernst- Thälmann- Straße in Osterburg. An Aufstellern konnten sich die Besucher über die geplanten Maßnahmen ein Bild machen.

Welche Bedeutung die Lebenshilfe für uns alle hat, unterstrich auch der anwesende Minister in seinen kurzen Worten, und der Heimbeiratsvorsitzende Norman Nüß richtete Dankesworte an das Orchester und alle Sponsoren, die die Arbeit der Lebenshilfe unterstützen. Mit viel Beifall wurde dann die Scheckübergabe vom Violinisten, Reinhard Riedel, an das Vorstandsmitglied Uwe Scherf begleitet. Stolze 7655 Euro waren auf dem Scheck zu lesen, der dann sofort unter die große Infotafel der Lebenshilfe gehängt wurde.

Das Programm beinhaltete Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Alexander Raskatow und Peter Tschaikowski .Dabei begeisterte das Orchester sein Publikum mit Leidenschaft und stilistisch überzeugenden Interpretationen. Ihrer Leiterin, der Professorin für Violine, Antje Weithaas, gebührte ein extra Applaus. „Zwischentöne, Details, feine Schattierungen der Tongebung entstehen bei ihr aus der Inspiration des Augenblicks, unwiederholbar und einmalig. Insofern ist ihr Spiel nie berechenbar, und das gerade macht es aufregend…“ schreibt das FonoForum über die große Geigerin unserer Zeit.

Mit viel Applaus und Blumen bedankten sich anschließend viele der Heimbewohner bei den Musikern für dieses Benefizkonzert. Anschließend gab es im Foyer der Wischelandhalle bei einem kalten Büfett, hergerichtet von den Küchenfrauen der Lebenshilfe, die Möglichkeit zu interessanten Gesprächen über das Konzert und die Lebenshilfe Osterburg.

Von Walter Schaffer

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