Vom Land abgeschnitten

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Der Einsatz der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schönberg mit ihrem Boot war gestern in der Gemarkung Geestgottberg gefragt. Auf einem Grundstück verirrten sich acht Emus in der Hochwasserlandschaft und mussten gerettet werden.

Geestgottberg - Von Walter Schaffer. Über ihre Funkempfänger wurden Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Schönberg gestern Vormittag zu einem Einsatz gerufen. In der Information hieß es, dass es sich um eine Tierrettung handeln und auch das Boot aus dem Depot mitgebracht werden soll.

Der Einsatzort war das Grundstück der Familie Rose in der Gemarkung Geestgottberg. Östlich der B 189, nahe des Aland, befindet sich dieses Haus auf einer Warft. Durch das Alandhochwasser war das Umfeld des Grunstückes völlig unter Wasser. Die Galloway-Rinder und die Ponys standen beim Eintreffen des Feuerwehrautos mit Boot hoch und trocken. Nur die acht Emus hatten sich in die Wasserlandschaft verirrt, und ihnen galt der spezielle Einsatz der Tierrettung. Mit ihren Watanzügen gingen die Feuerwehrleute ins kalte Nass und versuchten die großen Laufvögel an Land zu treiben. Erst als sie einen Schlauch als Begrenzung benutzten, gelang das Vorhaben bei den meisten der Emus. Einige mussten aber, ob sie wollten oder nicht, erst in das Boot gehoben werden. Da hieß es höllisch aufpassen. Einem Kameraden wurde dabei durch einen Fußtritt des großen Vogels die Jacke aufgeschlitzt und andere nahmen ein unfreiwilliges Bad im Aland. Bei der Aktion halfen natürlich auch die Besitzer Simone und Andreas Rose mit ihrer Tochter Lena-Maria. Da ihre Emus alle einen Namen haben und die Vögel auch darauf hören, war das eine große Hilfe. Simone Rose stellte den durchgefrorenen Kameraden heißen Kaffee zur Verfügung, der auch dankend angenommen wurde. Die einzige anwesende Frau aus der Wehr, Anne Bahlke, bekam von ihr ein grünes Emu-Ei geschenkt. Die Gemeindearbeiter von Geestgottberg und Bürgermeister Ewald Duffe waren auch mit vor Ort und packten kräftig zu. Anschließend fuhren sie noch mit dem Boot zum Haus einer Rentnerin, deren Haus an der Alandstraße auch vom Festland abgeschnitten ist, um ihr Hilfe anzubieten.

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