Einsatz in Lübtheen

Seehäuser Unternehmen baut als einziges in Deutschland Löschpanzer

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Mit den Löschpanzern können Brände in munitionsbelasteten Gebieten bekämpft werden.

Seehausen – Kürzlich besuchte Rüdiger Erben, parlamentarischer Geschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt gemeinsam mit dem landwirtschaftlichen Sprecher der Partei, Jürgen Barth das Unternehmen DiBuKa GmbH in der Verbandsgemeinde Seehausen.

Dort trafen sie sich mit Geschäftsführer Hans-Joachim Schulz, Kreisbrandmeister Dr. Ringhard Friedrich, Verbandsgemeindewehrleiter Michael Märten und Erich Schlotthauer, ehrenamtlicher Waldbrandbeauftragter des Brandenburger Innenministeriums zum Erfahrungsaustausch, wie Waldbrände in munitionsbelasteten Waldgebieten besser bewältigt werden können.

Firmeninhaber Schulz war gerade aus dem Einsatz mit dem sogenannten Löschpanzer in mecklenburgischen Lübtheen zurückgekehrt und konnte von den dort gewonnenen Erfahrungen berichten. Für die derzeit laufenden Nachlöscharbeiten werden die Löschpanzer weiter benötigt.

Die SPD-Politiker wollten sich insbesondere über die Möglichkeiten der Waldbrandbekämpfung in munitionsbelasteten Gebieten mittels der Fahrzeuge informieren. Das Unternehmen ist zurzeit das einzige Unternehmen in Deutschland, das über diese Technik verfügt. In Sachsen-Anhalt kam die Technik im Unterschied zu Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bislang nicht zum Einsatz. Das Innenministerium verweist darauf, dass diese von der jeweils zuständigen Gemeinde angefordert und auch bezahlt werden müssten.

Erben und Barth nehmen als Fazit des Austausches mit den Praktikern mit, dass Löschpanzer ein wichtiges Einsatzmittel bei der Waldbrandbekämpfung auch in Sachsen-Anhalt wären, wenn die Feuerwehr sonst durch im Wald befindliche Alt-Munition gefährdet würde. Sie werden deshalb von Innenminister Stahlknecht eine Prüfung einfordern, unter welchen Voraussetzungen die privaten Löschpanzer in Sachsen-Anhalt zum Einsatz kommen können und welche Vorteile eine länderübergreifende Regelung bringen würde.

„Der Bund ist aufgefordert, endlich seine nicht mehr militärisch genutzten Bundesforste von Kampfmitteln freizuräumen, damit diese keine Gefahr bei Waldbränden mehr darstellen. Doch, selbst wenn es morgen losgehen würde, es wird viele Jahre dauern, bis die Gefahr beseitigt ist. Bis dahin wird es noch oft zu Waldbränden kommen. Die Löschpanzer wären in dieser Zeit ein sehr gutes Einsatzmittel, um Waldbrände erfolgreich einzudämmen, ohne die Feuerwehren zu gefährden“,führt Erben aus.

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