„Krawallmacher sind wenig hilfreich“

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Dagmar Schulze (r.) und Annett Hirche aus Geestgottberg schildern Landtagsmitglied Nico Schulz und Minister Karl-Heinz Daehre (l.) ihre Probleme hinsichtlich der A-14-Planung.

Seehausen - Von Thomas Westermann. Die Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern sowie von der Verwaltung der Verbandsgemeinde Seehausen lehnte das Verwaltungsamt ab (wir berichteten). Doch untätig wollen die Seehäuser diese Entscheidung nicht hinnehmen.

Hilfe erhoffen sie sich dabei von Sachsen-Anhalts Bau- und Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre, der auf Einladung des hiesigen CDU-Landtagsabgeordneten Nico Schulz vorgestern die Hansestadt besuchte. Hinsichtlich des Autobahnbaues sollten gemeinsam mit dem Minister Mängel beseitigt und fachliche Probleme gelöst werden. Krawallmacher um Susanne Bohlander seien da wenig hilfreich, sagte Schulz angesichts der Demonstration der Autobahngegner vor dem Beratungsort. Fakt sei, so Daehre, dass entgegen allen Unkenrufen die Autobahn gebaut werde. Die Finanzierung in Höhe von 1,2 Milliarden Euro sei gesichert. Darin seien rund 400 Millionen an EU-Mitteln enthalten, die bis zum Jahr 2015 verbaut sein müssen. Hinsichtlich der abgelehnten Stellungnahmen will der Landespolitiker den Seehäusern Unterstützung geben. Es solle vor dem offiziellen Erörterungstermin ein bis zwei Gespräche im Beisein des Landesverwaltungsamtes in seinem Ministerium geben.

Und Daehre möchte sich auch der Probleme von Familien annehmen, deren Gehöfte in einem Schlauch zwischen künftiger Autobahn und B 189 in Geestgottberg liegen. Annett Hirche, Dagmar Schulze und Anke Neiß schilderten sachlich, wie sie diese gegenwärtigen A-14-Planungen bedrücken. „Unsere Grundstücke sind nichts mehr wert“, sprach Annett Hirche, die in der Märsche wohnt. „Ich dachte wir leben in einer Idylle, doch das scheint bald vorbei zu sein.“

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