Tag der offenen Tür in Seehäuser Klinik mit vielen Angeboten und zahlreiche Informationen rund um die Gesundheit

Ein Krankenhaus zum Anfassen

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Besucher Karsten Leue (r.) versuchte sich im Beisein von Seehausens Wehrleiter Enrico Schmidt mit Schere und Spreizer bei der Rettung eines Menschen nach einem Unfall. Chef-Chirurg Dr. Michael Stachow (l.) übernahm die Moderation. 

Seehausen. Alle zwei Jahre gibt es im Seehäuser Agaplesion-Diakoniekrankenhaus einen Tag der offenen Tür. Damit wollen die Mitarbeiter Einblicke in ihre Arbeit geben, die medizinische Einrichtung vorstellen und nicht zuletzt die Scheu vor einer Klinik nehmen.

Am Sonnabend war es wieder so weit.

Kathleen Schulz von der Intensivstation zeigte mittels Bettlifter, wie mit schwergewichtigen Patienten umgegangen wird.

Die Belegschaft um Geschäftsführerin Maria Theis hatte ein umfangreiches Programm mit vielen Angeboten auf die Beine gestellt. Dazu gehörte unter anderem ein Fachvortrag des Orthopäden Dr. Jens-Uwe Völzer zum Thema „Ich bekomme ein neues Gelenk – wie ist der Ablauf?“. Ein paar Schritte weiter konnten die Besucher bei einer Tombola ihr Glück versuchen oder sich über Diabetes bei einer kostenlosen Bestimmung der Werte informieren. Und wer wollte, konnte einen Bettenlifter in Aktion erleben, der es den Pflegekräften ermöglicht, schwergewichtige Patienten in die Höhe zu befördern, um damit das Bettenmachen zu erleichtern. Athletische Einlagen waren im Haupteingangsbereich von der Herzsportgruppe Seehausen, die von Dr. Walter Fiedler geleitet wird, angesagt. Wie fühlt es sich an alt zu sein? Mit dem sogenannten Instant-Aging-Anzug konnten Interessenten es testen und sich über das Thema Demenz informieren. Ob chirurgische OP-Demonstrationen, Sonografien, kostenlose RR- und BZ-Messungen, gesunde Ernährung, Möglichkeiten in der Physiotherapie, Ausbildung im Krankenhaus und vieles mehr – auf jeder Etage fanden die Besucher Informationen rund um die Gesundheit und damit Antworten auf viele Fragen.

Draußen demonstrierten Seehäuser Feuerwehrleute und Chef-Chirurg Dr. Michael Stachow, wie nach einem Autounfall Verletzte mittels Schere und Spreizer aus dem Fahrzeug befreit und im Anschluss wiederbelebt werden. Mediziner Dr. Stachow kann nämlich nicht nur mit dem Skalpell umgehen, er ist auch ein erfahrener Feuerwehrmann. Der Nachwuchs hatte zudem die Möglichkeit, Nistkästen anzufertigen, die in nächster Zeit auf dem Gelände des Krankenhauses angebracht werden sollen. Für musikalische Einlagen sorgten Kinder der Tagesstätte am Lindenpark und der Seehäuser Gospelchor. Auch Gaumenfreuden kamen nicht zu kurz. Klinik-Mitarbeiterinnen hatten leckeren Kuchen gebacken und stellten dazu Tee und Kaffee bereit. Ferner konnten gesunde Speisen aus der Krankenhausküche verkostet werden.

Von Thomas Westermann

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