Kostenlose Ausgabestelle für Obst und Gemüse erfreut sich großer Beliebtheit

„Engagement ist sehr lobenswert“

Mann und Frau vor Gemüsekisten
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Karin Emme und Hans Hildebrandt sind jeden Donnerstag in der Ausgabestelle in Seehausen. Dort bekommen Bedürftige kostenlos Obst und Gemüse.
  • Thomas Westermann
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Seehausen. Die Ausgabestelle mit frischen Produkten aus den Tafelgärten in Krüden und Seehausen in einer Garage zu Füßen der wischestädtischen St.-Petri-Kirche besteht nunmehr seit drei Jahren. Immer donnerstags von 10 bis 12 Uhr werden dort Obst und Gemüse für Bedürftige kostenlos oder gegen eine freiwillige Spende angeboten.

Die Ausgabestelle erfreue sich großer Beliebtheit, weiß Hans Hildebrandt, der gemeinsam mit Lothar Ernst das Projekt Tafelgärten im Auftrag der Umwelt- und Landschaftssanierung Altmark GmbH mit Sitz in Beetzendorf leitet. Er kümmert sich auch um die besagte Ausgabestelle. Gestern Vormittag war er schon sehr früh auf den Beinen, um die Gärten in Krüden sowie am Grashöfer Weg und am Ess in Seehausen anzufahren und sein Dienstfahrzeug mit den erntefrischen Erzeugnissen zu beladen. Gegen 10 Uhr traf er dann an der Ausgabestelle ein. In diversen Kisten hatte der Krüdener unter anderem Bohnen, Zwiebeln, Gurken, Zucchini und erstmals in diesem Jahr Kartoffeln. Hinzu gesellten sich farbenfrohe Blumensträuße.

Während der Projektleiter noch unterwegs war, bereiteten sich die ehrenamtlichen Kräfte Karin Emme und Barbara Zenkert auf die Ausgabe vor. „Die beiden Frauen fangen gegen 9 Uhr an und sind mit der Nachbereitung gegen 13 Uhr fertig“, berichtete Hildebrandt im AZ-Gespräch. Schon vor 10 Uhr warten Frauen und Männer auf das Eintreffen der Ware. „Das Engagement ist sehr lobenswert“, freut sich eine ältere Dame jeden Donnerstag auf den Besuch der Ausgabestelle. Die Erzeugnisse kommen nicht ausschließlich aus den Tafelgärten, sondern auch von Privatpersonen. Ein Krüdener steuert regelmäßig Dill bei, und ein Einwohner vom Voßhof liefert unter anderem Rote Beete. Neben Gemüse gibt es auch frisches Obst aus den Tafelgärten. „Mit Kirschen hat es in diesem Jahr nicht so gut geklappt, dafür hatten wir aber Johannis- und Stachelbeeren“, meint Hildebrandt.

Mittlerweile sind in der Ausgabestelle nicht nur Frischeprodukte, sondern auch kostenlos Geschirr, Malhefte, Spielzeug und Plüschtiere erhältlich, die Interessenten finden. Eine Osterburgerin bringe häufig diese Dinge, die sie nicht mehr benötigt, fügt der Projektleiter hinzu. Geöffnet hat die Ausgabestelle bis zum Ende der Erntesaison – voraussichtlich bis Anfang Oktober. Die eingenommenen Spenden kommen übrigens dem Seehäuser Waldbad zugute. Im vergangenen Jahr waren es 400 Euro.

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