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Vergewaltigungsvorwurf: Freispruch für Kommunalpolitiker aus Seehausen

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Von: Thomas Westermann

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Angeklagter mit Verteidiger
Der Angeklagte mit seinem Verteidiger: Am Freitag wurde der Kommunalpolitiker freigesprochen. © Thomas Westermann

Für den Angeklagten aus der Verbandsgemeinde Seehausen muss am Freitag ein Wackerstein vom Herzen gefallen sein, als die Richterin im Stendaler Landgericht das Urteil verkündete:

Seehausen/Stendal. Freispruch vom Vergewaltigungsvorwurf seiner ehemaligen Frau. Das Prozedere hatte höchstens zwei Minuten gedauert, dann musste die Öffentlichkeit den Saal verlassen. Die Vorsitzende Richterin hatte lediglich den Urteilstenor verkündet, die Begründung der Entscheidung indessen nicht. Die fand hinter verschlossenen Türen statt. Grund dafür seien die „persönlichen Umstände“ gewesen. Der Verteidiger des Altmärkers hatte dies wegen des Schutzes der Privatsphäre beantragt.

Begonnen hatte der Prozess Anfang November, der beim Angeklagten über den doch recht langen Zeitraum bis zur Urteilsverkündung an den Nerven gezerrt hat. Zweimal sprach er gegenüber der AZ von einer „schwierigen Situation für ihn“. Während der Prozesstage kamen mehrere Zeugen und Sachverständige zu Wort. Nun konnte er als freier Mann das Gericht verlassen.

Angeklagt war der Kommunalpolitiker und Unternehmer wegen Vergewaltigung in der Ehe. Die angeklagten Taten liegen bis zu zehn Jahre zurück. Der Lokalpolitiker soll zwischen 2012 und 2017 in fünf Fällen seine Ehefrau vergewaltigt haben. In einem Fall blieb es nach Angaben des Gerichts bei einem Versuch. Mittlerweile sind die Eheleute geschieden. Seine Ex-Frau war bei der Urteilsverkündung zugegen.

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