Weniger Fördergeld 2021?

Kloth: „Dann schwant mir Böses“ – EPS-Bekämpfung vermutlich erfolgreich

Vom Pollitzer Sportplatz aus erfolgte im Mai dieses Jahres die Spinnerbekämpfung aus der Luft. Fotos: Westermann
+
Vom Pollitzer Sportplatz aus erfolgte im Mai dieses Jahres die Spinnerbekämpfung aus der Luft.

Seehausen – Im Mai dieses Jahres erfolgte die großflächige Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners, kurz EPS genannt, in der Verbandsgemeinde Seehausen vom Boden und von der Luft aus (AZ berichtete).

Nach etwa zwei Monaten zieht Seehausens Verbandsgemeindebürgermeister Rüdiger Kloth (Freie Wähler) eine erste Bilanz der Aktion.

Seehausens Verwaltungschef Rüdiger Kloth

Der Verwaltungschef geht davon aus, dass die „Bekämpfung in diesem Jahr sehr erfolgreich war“. Dieser Meinung stimme auch das Forstamt „Nordöstliche Altmark“ um Leiterin Katja Döge zu, sagte Kloth gegenüber der AZ. „Wir konnten zwar erst mit etwa einer Woche Verspätung die Aktion starten, aber vielleicht war das Wetter dann gerade optimal.“ Allerdings räumte der Aulosener ein, dass man von einer komplett flächendeckenden Bekämpfung noch weit entfernt sei. Lediglich etwa die Hälfte des Baumbestandes konnte mit dem Biozid „Foray Es“ bespritzt werden. Fördergeld und Eigenmittel wurden für die Aktion eingesetzt. Und gerade die Fördermittel sollen im nächsten Jahr erneut gekürzt werden. „Das wäre fatal. Dann schwant mir Böses. Man sollte in den Bemühungen nicht nachlassen. Bei der Bekämpfung geht es um die Gesundheit der Menschen, deshalb muss der Gesundheitsschutz vor dem Umweltschutz stehen.“

Nach der Besprühung steht nun das Absaugen der Raupenreste und deren Gifthaare an. „Doch damit kann man sich Zeit lassen“, weiß Kloth. „Erst beobachten und dann zuschlagen“, so seine Vorgehensweise. Bis zum Sommerende sei dazu Gelegenheit. Dabei hofft er auch auf Unterstützung seitens der Bevölkerung. „Wir sind auf Hinweise von Bürgern angewiesen, wo Handlungsbedarf beim Absaugen besteht.“ Bei dieser Angelegenheit könne das Ordnungsamt kontaktiert werden, so Kloth. VON THOMAS WESTERMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare