Neugestaltung der Grabenstraße nicht mehr in Teilabschnitten, sondern in einem Stück

Kleinpflaster statt Asphalt

Die Neugestaltung der Grabenstraße in Seehausen soll nicht wie ursprünglich vorgesehen in Teilabschnitten, sondern im nächsten Jahr in einem Stück erfolgen. Foto: Westermann

Seehausen. Die Neugestaltung der Seehäuser Grabenstraße ist das letzte große Projekt, das über die Stadtsanierung realisiert werden soll.

Über die Varianten zum Ausbau der Strecke befassten sich die Mitglieder des wischestädtischen Bau-, Ordnungs- und Umweltausschusses auf ihrer jüngsten Zusammenkunft am Mittwochabend. Zugegen war auch Friedhelm Wolko von der BIG-Städtebau, die seit etwa zwei Jahrzehnten als treuhänderischer Sanierungsträger in der Hansestadt auftritt. Eine klare Absage erteilte der Fachmann den Überlegungen von Stadtratsmitgliedern, die Grabenstraße aus Kostengründen mit einer Asphaltdecke zu überziehen. Diese sei für Wolko „nicht diskussionsfähig“. Es sollte die in über 20 Jahren praktizierte Sanierung umgesetzt werden. Und auch bei der letzten Straße sollte man nicht vom Konzept abweichen. Jedoch machten sich BIG-Städtebau und Bauausschuss schon Gedanken, wie bei den Planungen für die Grabenstraße aus dem Jahre 2002 Einsparungspotenziale zu finden sind. Der gegenwärtige Stand der Umsetzung sieht dabei so aus: Die Fahrbahn wird auf eine Breite von 5,50 Metern mit Naturstein-Kleinpflaster ausgebaut. Daran schließen sich beidseitig Parkflächen an, wofür vorhandene Materialien, sprich Kopfsteinpflaster, eingesetzt werden sollen. Die Gehwege an beiden Seiten haben eine Breite von 1,50 Meter und bekommen als Laufband ein Mosaikpflaster wie an der Steinstraße praktiziert. Unklarheit besteht noch dahingehend, wie der Bereich zwischen Parkfläche und Gehweg gestaltet werden könnte. Die Ansaat von Rasen kommt aufgrund des hohen Pflegeaufwandes nicht in Frage. Im Gespräch sind hingegen die Pflanzung von Rotdorn oder auch niedrigwachsendes Gesträuch. Bei einer Bepflanzung mit Bäumen machte Friedhelm Wolko darauf aufmerksam, das diese in einigen Jahren bestimmte Pflegemaßnahmen bedürfen. Nun soll ein Gestaltungsentwurf für die Grabenstraße erstellt werden, der dann im Anschluss im Bauausschuss behandelt wird. Der Ausbau der Straße soll übrigens nicht mehr in Teilabschnitten, sondern in einem Stück erfolgen.

Von Thomas Westermann

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