Seehäuser sprechen sich für alte Rad-Streckenführung aus

Klare Absage an den neuen Rundkurs

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Gut ausgebaut ist für Drahteselfreunde die Strecke zwischen Seehausen und Barsberge. Die Wischestädter wollen, dass der Rundkurs dort wieder ausgewiesen wird.

Seehausen. Den durch den Landkreis Stendal neu ausgewiesenen Altmarkrundkurs, der nunmehr direkt an der Bundesstraße 189 zwischen Seehausen und Osterburg verläuft, wollen die Seehäuser Stadtverantwortlichen so nicht hinnehmen.

Mit großer Mehrheit votierte der Rat für die Beibehaltung der naturnahen Route über Barsberge, Drüsedau und Polkern. Dadurch sollen auch die Gaststätte Forsthaus Barsberge und die Hofkäserei Kintra in Drüsedau profitieren und gestärkt werden. Allerdings ist derzeit noch unklar, wie es um die Zukunft des Ausflugslokals bestellt ist. Der Gastronomiebetrieb wird Ende dieses Monats schließen (die AZ berichtete gestern darüber).

Auf die Folgen der Änderung macht Susanne Bohlander (Bündnis 90/Die Grünen) aufmerksam, die sich sehr für die Beibehaltung der Strecke einsetzt und weiß, dass ansonsten ein überregionaler touristischer Radweg verloren gehe. Die Losenraderin kann nicht verstehen, dass ein attraktiver Abschnitt des Rundkurses mit landschaftlich hohem Erlebniswert wie Seehäuser Stadtforst und die Wald- und Wiesenlandschaft bis Polkern einfach umgelegt werde. Den Ausbauzustand befindet Bohlander für gut. Der Abschnitt zwischen Seehausen und Barsberge habe ein Pflaster. Die Strecke zwischen Drüsedau und Polkern sei zwar unbefestigt, aber mit einer komfortablen Fahrspur am Wegesrand ausgestattet.

Die Bündnisgrüne wünscht und hofft, dass sich der Landkreis Stendal weiter finanziell an den Kosten zur Wegeunterhaltung beteiligt. „Allein die Stadt Seehausen und die Gemeinde Altmärkische Höhe wären damit vollkommen überfordert.“ Seehausens Stadtoberhaupt Detlef Neumann sieht diesbezüglich eher schwarz. Die Unterhaltung der Strecke sei eine freiwillige Aufgabe des Landkreises. Angesichts der immer knapper werdenden Finanzen werde er wohl nicht mehr zwischen der Wischestadt und Polkern investieren, mutmaßt der Bürgermeister.

Von Thomas Westermann

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