„Kitas schließen, auch wenns weh tut“

Die Erzieherinnen der Kita am Seehäuser Lindenpark werden sich vorerst keine Sorge um ihren Arbeitsplatz machen müssen. Die Einrichtung ist relativ gut ausgelastet. Foto: Archiv/tw

Priemern. Die Schließung von Kindertagesstätten wird wohl auch vor den Einrichtungen in der Verbandsgemeinde Seehausen nicht halt machen.

Auf der jüngsten Zusammenkunft des Sozialausschusses der Verbandsgemeinde Seehausen in dieser Woche auf Gut Priemern stand das unpopuläre Thema auf der Tagesordnung. Während die beiden Tagesstätten in der Hansestadt Seehausen relativ gut besucht sind, sieht es in einigen Dörfern schlechter aus. Die Auslastung beträgt dort nicht selten weit unter 40 Prozent. Für die Verbandsgemeinde bedeutet dies auch, dass die Betriebskosten in die Höhe schnellen. Doch so recht möchten die Ausschussmitglieder das Wort Schließung noch nicht in den Mund nehmen. Für Verbandsgemeindebürgermeister Reinhard Schwarz sei es wichtig, dass im Falle eines Falles die Betreuung im ländlichen Bereich gesichert werde und die Eltern vor allem keine langen Anfahrtswege zu den Kindertagesstätten haben. Ausschussmitglied Rüdiger Kloth findet deutlichere Worte. „Wir müssen der Tatsache ins Auge schauen, dass, wenn die Betreuungszahlen rückläufig sind, unrentable Kitas zu schließen. Auch, wenn das weh tut.“ Kloth schlug zudem vor um die Überlebenschance zu erhöhen, beispielsweise in Geestgottberg oder Beuster integrative Einrichtungen zu schaffen. Bernd Prange will hingegen den Landespolitikern „auf die Füße treten“. Die drei hiesigen Landtagsabgeordnetern sollen ihren Standpunkt deutlich machen, ob und wie die Tagesstätten erhalten werden können. Von Thomas Westermann

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